Autor: Monika Portner

  • Staffelwaldlauf 2026- wenn Brot, Wein und der Rhein auf einen Lauf treffen

    Staffelwaldlauf 2026- wenn Brot, Wein und der Rhein auf einen Lauf treffen

    Pünktlich um 10.00 Uhr am Samstagmorgen 25. Juli 2026 fiel der Startschuss zum 19. (ausverkauften) Staffelwaldlauf. Bereits vor dem Start war klar: Der Sommer meinte es gut mit uns. Strahlender Sonnenschein, warme Temperaturen und beste Stimmung – die perfekte Mischung, um 75 motivierte Läuferinnen und Läufer auf die Strecke zu schicken. Wer ins Ziel kommen wollte, musste nicht nur die Kilometer, sondern auch die eine oder andere Schweissperle bezwingen, denn die Strecke ist nicht flach.

    An der Spitze zeigte sich Ramon Hinder aus Mauren. Ramon, allen bekannt, da er regelmässig an LSV-Läufen teilnimmt, gehört zu den schnellsten Läufern in unserer Region. Mit beeindruckendem Tempo sicherte er sich den Tagessieg und liess der Konkurrenz keine Chance.

    Der LSV sicherte sich ebenfalls den Podestplatz in der Mannschaftswertung mit Thomas, Andreas und Christine. Die Freude war riesig! War der Abstand zur zweit platzierten Gruppe doch nur zwei Minuten. Die Gruppe wurde mit grosszügigen Geschenken für ihren Sieg belohnt.

    An der Rangverkündigung wurden alle 75 Finisher einzeln mit Namen und Laufzeit aufgerufen und erhielten ein Brot mit einem regionalen Produkt. Das dauerte zwar etwas länger, sorgte aber dafür, dass jede und jeder den verdienten Applaus erhielt. Besonders schön war die Ehrung der über 70-jährigen Läufer. Sie bewiesen ausdrücklich, dass Ausdauer keine Frage des Alters ist. Genau solche Details machen den Staffelwaldlauf aus.

    Beim gemeinsamen Pastaessen wurden Zeiten verglichen, Steigungen diskutiert und Freundschaften gepflegt.

    Der Staffelwaldlauf 2026 wird mir nicht nur wegen der schönen Strecke in Erinnerung blieben. Ein grosses Kompliment gehört den Organisatoren, welche mit vielen kleinen Gesten und der perfekten Organisation eine wunderbaren Lauftag auf die Beine gestellt haben.

    Der Schwumm im Rhein war das Krönchen auf der Haube.

    Für den LSV sind gestartet: Thomas, Jürg, Andreas, Janine, Christine, Moni.

  • Bericht vom 4. Lauf-Cup in Frauenfeld 05.01.2025

    Bericht vom 4. Lauf-Cup in Frauenfeld 05.01.2025

    Das Naherholungsgebiet rund um den Stählibuckturm hat so einiges zu bieten. An schönen Wochenenden trifft man hier Wanderer, Spaziergänger, Biker und natürlich auch viele Jogger. In dieser Umgebung findet seit vier Jahren der Lauf-Cup Frauenfeld statt.

    Gestartet wird auf der Kantibahn. Die ersten 200 Meter sind relativ flach. Ein gemächlicher Start lohnt sich auf jeden Fall für die Gelegenheitsjogger, denn bereits nach der ersten Kurve geht es aufwärts. Die letzten Höhenmeter enden oberhalb von Thundorf in der Nähe der bekannten «Geigerin».

    Der LSV Frauenfeld hat den Lauf-Cup Frauenfeld in die Vereinsmeisterschaft aufgenommen. Es ist jeweils der erste Wettkampf der Saison. Ich starte recht gemütlich, bin ich doch noch immer im Ferienmodus. Andere bereuen, sich über die Festtage wohl doch etwas zu sehr der Völlerei hingegeben zu haben; die zugelegten Kilos wirken sich jetzt natürlich nachteilig auf die Geschwindigkeit aus. Allerdings ist dies Jammern auf hohem Niveau. Der Winterspeck ist so schnell weg, wie er gekommen ist. LaufsportlerInnen «machen alle eine bella figura».

    Die Lauf-Cup-Saison ist eine willkommene Abwechslung zu den normalen Wettkämpfen, denn hier kann auch ohne Druck eines Wettkampfs gelaufen werden. Der Lauf-Cup zählt jedoch bereits zur Vereinswertung, so dass die Laufstrategie sorgsam abzuwägen ist.

    Oberhalb von Frauenfeld biegt der Weg ab und schlängelt sich entlang des Waldrandes in Richtung Obholz. Das Waldstück zwischen Obholz und Oberherten gefällt mir ganz besonders. Der Wald ist sehr dicht und fast schon märchenhaft. Nach dem Weiler Unterrüti mit Crosslaufpassage geht es dann definitiv stetig rutschend hinauf. Ich hoffe doch, dass sich der angeheftete Dreck an meinen Trailschuhen wieder löst und ich kein Souvenir mit nach Hause nehme. Die ersten schnellen Läuferinnen und Läufer haben mich bereits eingeholt und ziehen mit zügigem Tempo an mir vorbei. Die LSV-Läuferinnen und -Läufer mit ihren gelben Shirts und Jacken erspähe ich schon von weitem. Dies erfüllt mich mit Stolz, denn der Lauf-Cup Frauenfeld wird schon seit vielen Jahren durch unzählige HelferInnen respektive Mitglieder des Vereins geprägt.

    Die Wege sind gut markiert und mittlerweile macht der Aufstieg richtig Spass. Es scheint, als habe ich meine Kräfte gut eingeteilt. Es sind noch wenige Kilometer bis zum höchsten Punkt. Wer die «Geigerin» erblickt, weiss, dass die Aussicht von hier oben bei gutem Wetter traumhaft ist. Zu sehen sind die Berge in der Ferne sowie die lieblichen Thurgauer Dörfer und Weiler bis nach Wil. Ich habe diesen Teil der Strecke am Neujahrstag unter die Füsse genommen. Glitzernder Schnee, Sonne und die wunderbare Fernsicht fühlten sich an wie Ferien. Warum nur haben wir am Lauf-Cup-Tag nie Wetterglück? Ich werde umgehend einen Brief an die Wetterfee schicken. Sonnenschein ist garantiert bei der nächsten Durchführung!

    Im leichtfüssigen Tempo, trotz Schneematsch, geht es nun abwärts vorbei am Stählibuckturm mit seinen 148 Stufen und anschliessend dem Spielplatz beim Wasserreservoir folgend bis zur Kantihalle Frauenfeld.

    Übrigens: Meine Schuhe sind so sauber wie schon lange nicht mehr im Ziel angekommen. Der Waldsee im Stählibuckwald hat sich wie eine Schuhwaschanlage angefühlt.

    Im Ziel sehe ich unzählige zufriedene Gesichter. Ein toller Start ins neue Jahr, trotz nassen und rutschigen Verhältnissen.

    Aus dem Helferteam habe ich vernommen, dass die Markierungspfeile schon zwei Stunden nach Montage auf dem Streckenabschnitt der Neuhauserstrasse am Boden lagen. Die Magnete waren nicht mehr aufzufinden. Schade, wenn man bedenkt, wie viel Arbeit hinter einer Streckenmarkierung steckt.

    Herzlichen Dank allen Helfern, dass ihr diesen Lauf möglich gemacht habt.

    von Monika Frefel

  • Bericht vom Frauenfelder 2023

    Bericht vom Frauenfelder 2023

    De Frauenfelder, de ultimativ Saisonabschluss und s Highlight vom Johr 2023

    De Frauenfelder, de ultimativ Saisonabschluss und s Highlight vom Johr 2023

    S Ziel vom Frauenfelder isch nüm uf em Mätteli. Drum hets OK vom Frauenfelder d Strecki neu müesse vermesse. Noch St. Margarethen laufed mir jetzt e Schlaufe im Wald, gönd also weg vo de Stross.

    Wenn ich jetzt uf mini Laufuhr luege, fehled trotzdem no es paar Meter zum Marathon, respektive zum Halbmarathon. Also gliich kein richtige Halbmarathon oder Marathon? Das spielt kein Ruggel, de Frauenfelder isch i jedere Hinsicht andersch als anderi Läuf. Grad drum isch de Ahlass jedes Johr en grosse Erfolg. Teilnehmerzahl isch riesig und Zueschauerschar genauso.

    Hüt han ich s erst Mol de Waffelauf mit Packig gmacht. Das isch scho länger uf minere To-do-Liste gsi und jetzt han ichs chene umsetze. So e Laufvorbereitig bruucht en Plan und dementsprechend Zitt respektive Verzicht uf anderi sportliche Aktivitäten. D Sandra und d Yvonne hend sich au uf de Marathon vorbereitet und so isch es e gueti Möglichkeit gsi, s einte oder s andere Training zeme z absolviere. D Yvonne isch de Crack, sie het de Marathon hüt zum 3. Mol gloffe und schon viel Erfahrig i ihrem Rucksack. Au de Thomas isch de Marathon gloffe und ghört i di gliich Kategorie wie d Yvonne. D Sandra und ich hend nur chene erahne, was üs do erwartet.

    Pünktlich am 10i isch de Start mit Böllerschuss gsi uf em Marktplatz für de Waffelauf und e halb Stund spöter für de Marathon. Ich ha scho bim Start müesse d Ohre zue hebe, mit eme Ohreschade starte wäre suboptimal gsi. Ich bin de Lauf ganz langsam ahgange, im Schneckentempo uf Hueben ufe. Dobe bin ich denn uf de Paul Mettler gstosse, en ahgfressene Waffeläufer. Er het mir verzellt, dass er das Johr de 43. Waffelauf absolviert! Ich bin mit ihm gloffe und han mich sehr wohl gfühlt im vorgehne Tempo.

    In Wil bin ich fascht gfloge! D Whatsapp Runners hend mich luutstark ahgführet und sogar es Stückli begleitet bis zum Stadttor. Ich han mich sehr gfreut – danke vielmol, ihr sind so e coolig Truppe- und es het mir im wahrsten Sinne des Wortes grad Flügel verleit! Obe bim Hof het d Musik gspielt und d Lüt hend klatsched. So öpis han ich no nie erlebt, ich ha Gänsehuut becho! Was für es schös Gfühl!

    Uf em Rückweg bin ich denn de Martina begegnet. Sie fiired hüt de 30. Geburtstag mit eme Geburtstagslauf. Happy birthday!
    Ich ha vor Lommis scho 30 Kilometer i de Bei gha und denn hets mir ahgfange ahenke. Bim Moserstich het mich denn d Sandra ihgolt und mir hend sogar noch chene es paar Wort wechsle.

    Ich ha mich sehr gfreut, uf em Rückweg d LSV’ler und Whatssappler wieder z gseh- alli sind imme affezah a mir verbii braust, die eine hend mich ahgspornt und anderi sind im Lauftrance gsi. Ich ha mir gar nüme chene vorstelle, dass ich je mol schneller gloffe bin, als i dem Schneckentempo mit mim Gwändli und em schnittige Rucksack.

    Ich gratuliere allne zu dere sportliche Leistig und zu dem tolle Saisonabschlusslauf.

    A dere Stell möchte ich mich bim Andi für de tolli Support bedanke und de Yvonne und de Sandra, für die lässige Training zeme. Laufe verbindet und macht Freud!

    D Resultat finded ihr uf DS live (datasport.com).

    Frauenfeld, 19. November 2023, Bericht von Monika Frefel

  • Bericht vom Burgerholzlauf 2023

    Bericht vom Burgerholzlauf 2023

    Sommerlauf – kurz und knackig

    Der Burgerholzlauf ist mit seinen 3 Kilometern der kürzeste Lauf, der zur Wertung der LSV Läufe gehört. Kurz und knackig, so soll auch mein Bericht sein. Das jedenfalls habe ich mir vorgenommen.

    Netzwerke und damit den Austausch pflegen, ist etwas vom Wichtigsten sowohl im Berufsleben wie auch im Sport. Gemeinsam trainieren, gemeinsam an einen Laufanlass und sich gemeinsam über das Erlaufene freuen, das macht das Vereinsleben und damit den Laufsport aus. Pflegen wir diesen Austausch auch mit anderen Vereinen, finden sich Gemeinsamkeiten aber auch neue Ideen, können neue Freundschaften entstehen und andere Ziele erreicht werden.

    Zu unserer Freude hat dieses Jahr eine Gruppe der WhatsApp Runners aus Schaffhausen am Burgerholz teilgenommen. Trotz Sommerhitze haben sich rund 30 Sportbegeisterte (oder übersetzt für Sportmuffel: Wahnsinnige) zum Start eingefunden. Schnell wurden Haut und Haare nass gemacht am Brunnen, einen letzten Schluck Wasser getrunken und schon ertönte das Startsignal. Der Lauf war spannend, denn die Gäste konnte tempomässig niemand richtig einschätzen. Im Ziel dann viele zufriedene Gesichter, Stolz über die erlaufene Zeit und Stolz, der Hitze getrotzt zu haben und ein kleines bisschen wahnsinnig zu sein.

    Das wir einen Kleinstlauf ohne Zielbogen und Speaker organisieren können, dass haben wir wohl bewiesen. Einzig die Startnummer hat gefehlt, das ultimative Erkennungsmerkmal des Läufers. Dies hätte Marco und Heinz das Rätselraten der Zuordnung erspart. Der nächste LSV Lauf findet am 3. September 2023 bei unseren Freunden in Schaffhausen statt. Ein Grossanlass, perfekt bis ins Detail organisiert. Den Hitzelauf haben wir ja jetzt geübt, sollte es in den Gassen von Schaffhausen auch so heiss sein, kann uns das jedenfalls nichts mehr anhaben.
    Wer gut beobachtet hat oder dicht hinter Andi Jordan gerannt ist, hat das Finisher Geschenk von Schaffhausen bereits ausfindig gemacht.

    Herzlichen Dank dem OK für die Organisation des Laufs und die wunderbare Bewirtung. Herzlichen Dank unseren Gästen (Loredana Alcaro, Andi Jordan, Philipp Sammer, Sven Gentsch und Roman Eckert) aus Schaffhausen, Peter Bader aus Islikon und Gregory Graf aus Wallisellen. (Letzterer hatte seinen ersten Wettkampf absolviert). Mit eurer Teilnahme habt ihr unseren Lauf bereichert.

  • Wiler Waldlauf und das kurze Leben einer Startnummer

    Wiler Waldlauf und das kurze Leben einer Startnummer

    Insgesamt 122 Startnummern wurden herausgegeben am Wiler Waldlauf. Die Vereine rund um Wil waren sehr gut vertreten, und die konstant hohe Läuferschar zeigt einmal mehr, dass der Waldlauf zu den beliebten Veranstaltungen in der Region zählt.

    Aus Sicht der Startnummer ist der Rundkurs interessant, da viel Abwechslung geboten wird. Als Nummer 153 ist mir ein kurzes Leben prognostiziert, hat sich doch mein Träger für heute eine schnelle Zeit vorgenommen. Mit viel Liebe werde ich auf einem leuchtend gelben Shirt befestigt. Schliesslich habe ich den besten Platz verdient, so dass mich alle schon von weitem sehen. Ich habe nun eine wichtige Aufgabe, denn ich bin das Erkennungsmerkmal meines Trägers (und kaschiere – ganz nebenbei – seinen Bauchansatz). Neben mir wird die Nummer 180 an einem Startbändel befestigt. Kollegin 180 wird bald aussehen wie ein runzliges Gesicht. Angedrückt zwischen Shirt und Laufhose muss sie stets die Balance halten. Da habe ich eindeutig die bessere Wahl getroffen!

    Vor dem Lauf finden sich alle leuchtend gelben Shirts für ein kurzes Fotoshooting ein. Ich hätte die vordere Reihe bevorzugt, doch haben sich insbesondere die Trägerinnen der anderen Nummern vorgedrängt. Ladies First, wie es so schön heisst. Die Trägerin der Nummer 180 hat wohl ihr schönes Shirt zu Hause vergessen (smile..). Die 180 kommt ja gar nicht zur Geltung auf dem blauen Shirt.

    Nun geht es auf zum Start. Ein letztes Mal sind die Startnummern unter sich, bevor mit einem Startschuss der Lauf eröffnet wird und alle in Richtung Wil loslaufen. Der Weg führt nach einem kurzen flachen Stück rechts in den Wald in eine Steigung. Vorbei an einem kleinen Weiher, wo ein Fischreiher erschreckt das Weite sucht, über kleine Holzbrücken, entlang dem Vita Parcours und zurück zum Start-/Zielgelände. Hier beginnt der zweite Teil des Rundkurses. Mein Träger blüht richtiggehend auf: Er gibt Gas, und der «Fahrtwind» gibt mir das Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Ich liebe es, andere Startnummern zu überholen. Die lauten Schnaufgeräusche blende ich aus.

    Die zweite Runde startet etwas langsamer, da wir bereits 5 Kilometer in den Beinen haben. Jetzt bloss nicht die gelben Shirts vor uns aus den Augen und damit den Anschluss verlieren. Einstecken kann mein Träger: Er verpasst keine Pfütze. Mein schönes Aussehen scheint ihm dabei egal zu sein. Ich bin mittlerweile nicht mehr blendend weiss, sondern habe einen Hauch von Bräune. Am Strassenrand werden wir angefeuert von einem LSV-Mitglied, was uns noch mehr anspornt und mich den Vorfall von vorhin vergessen lässt. Nun steht mein wichtigster Auftritt bevor: der Zieleinlauf! Ich bin derart wichtig, dass ich namentlich erwähnt werde (mein Träger scheint sich derweil mehr für die Wettkampfzeit zu interessieren). Im Ziel warten wir auf die Nummer 180, welche mit grossem Rückstand über die Ziellinie läuft. Sie ist arg zerschlissen. Das ist nun wahrlich keine gute Werbung für uns Startnummern. Nur gut, hat sie keinen leuchtend gelben Hintergrund. Die Trägerin der 180 scheint zufrieden zu sein mit ihrem Lauf.

    Nun werden fleissig Hände geschüttelt und Infos ausgeschaut. Ein letztes Mal sehe ich die anderen Nummerngirls, bevor ich, immer noch am Shirt hängend, im Laufrucksack verschwinde.

    Werde ich zu Hause einen Ehrenplatz erhalten? An der Wand erblicke ich ehrfürchtig Kollegen, die den Durchbruch geschafft haben und an legendären Rennen teilnehmen durften: Köln-Marathon, Jungfrau-Marathon, 24-Stunden-Lauf Brugg, Davoser K68 und gar an einem Waffenlauf.

    Die zerschlissene Nummer 180 übrigens wird zwischen anderen Nummern eingereiht und aufbewahrt. Mein Leben ist kurz: Ich, die Nummer 153, lande im Altpapier. Mein Schicksal mag auf den ersten Blick bitter sein. Was letztendlich zählt, ist, dass ich meinem Träger Glück gebracht habe. Verewigt bin ich ohnehin: Ihr könnt mich auf den LSV-Fotos bestaunen.

    Bericht von Monika Frefel, Trägerin der Nummer 180

  • Bericht vom Herderner Lauf 2022

    Bericht vom Herderner Lauf 2022

    Am diesjährigen Herderer konnten auch die Kinder starten. Die Enkelkinder von Astrid, Ruth und Heidi waren mit am Start. Schön zu sehen, wie die Leidenschaft und Begeisterung des Laufens an die Kleinsten weitergegeben wurde. Wer weiss, vielleicht stehen Lea, Luana, Alina, Jan und Elin eines Tages für den LSV am Start?

    Um 12.45 Uhr starteten die Waffenläufer auf ihre 14 Kilometer lange Strecke. Angefeuert wurden sie von den Volksläuferinnen und Volksläufern, welche 15 Minuten später starteten.

    Die Wettervorhersage verhiess wechselhaftes Wetter. Über dem Bodensee bildete sich eine riesige Regenwolke, da der See mit seinen 20 Grad wärmer war als die Lufttemperatur. Am Start regnete es leicht, was uns nicht hinderte, noch schnell ein Gruppenfoto zu knipsen. Betrachtet man das Foto genauer, so sieht man, welche Vereinsmitglieder die Gfrörli sind (das heisst übersetzt: mit Handschuhen, langen Hosen und Langarmshirt ausgestattet starteten) und wer es trotz Regen und Wind gewagt hat, im Kurzarmshirt zu laufen.

    Die Waffenläufer sind hier definitiv im Vorteil, die Tenue Frage erübrigt sich.

    Im ersten Jahr war der Volkslauf analog der Strecke des Waffenlaufs. Damals hat die Sonne auf uns niedergebrannt und im Ziel habe ich mir geschworen, nie mehr am Herdener teilzunehmen. Sag niemals nie! In den darauffolgenden Jahren habe ich die Strecke im Gwändli gelaufen, trotz heissen Temperaturen, während die Volkslaufstrecke auf knappe 10 Kilometer angepasst wurde.

    Die Strecke des Waffenlaufs ist definitiv anspruchsvoller und bietet Sicht in die Alpen bei schönem Wetter. Beide Strecken sind abwechslungsreich und führen vorbei an Feldern und Wiesen und durch den Wald. Bei Kilometer 7 respektive 11 treffen die Strecken wieder aufeinander. Wer gut eingeteilt und noch Reserven hat, kann im letzten Teil der Laufstrecke auf aufholjagt gehen. So ist es Sandra und Christine ergangen. Die beiden haben sich einen Kampf geboten während den letzten 2 Kilometern und sind regelrecht dem Ziel entgegengeflogen.

    Wie bereits in den Vorjahren konnte der Laufsportverein Frauenfeld die höchste Teilnehmerzahl vorweisen, was uns einen Zustupf in die Vereinskasse einbrachte. 21 Läufer- und Läuferinnen waren gemeldet, vom Senior bis zu den Kleinsten.

    Die schnellste Läuferin bei den Frauen war Nicole Lohri. Sandra Stäubli, Heidi Scheuch, Philipp Früh und Jürg Schedler standen ebenfalls auf dem Podest und konnten einen schönen Preis entgegennehmen.

    Ein Lauf in unserer Region, welcher es auch in Zukunft zu unterstützen gilt.

  • Bericht vom  Flughafenlauf 2022

    Bericht vom Flughafenlauf 2022

    Flughafenlauf 2022

    Seit dem Züri Marathon habe ich keine längeren Läufe mehr absolviert. Die Batterien waren leer und ich hatte kaum mehr Motivation, Lauftrainings zu absolvieren. So habe ich mehr Zeit mit Schwimmen und auf dem Rennvelo verbracht. Mittels Laufplan bin ich nun wieder in der Aufbauphase, da ich doch am einen oder anderen Waffenlauf teilnehmen und im Sommer einen längeren Trailwettkampf absolvieren möchte. Die ideale Mischung zwischen Erholung und Forderung zu finden, ist im Moment eine grosse Herausforderung.

    Unser Berggeissen-Team hatte sich entschieden, am Flughafenlauf teilzunehmen. Sind längere Läufe überhaupt sinnvoll in meinem Zustand? Diese Frage hatte ich geklärt und ich habe die Auflage erhalten, ein Crescendo zu laufen. Was heisst, langsam zu starten und in Abschnitten schneller zu werden. Diese Art von Trainings war ich mich gewohnt zu laufen während der Marathon Vorbereitung. War es möglich, dies an einem Wettkampf umzusetzen, wo das Tempo unmittelbar nach dem Start schnell ist?

    Vor dem Start haben wir uns für ein Gruppenfoto versammelt. Mit dabei war unser LSV Fotograf Peter. Künftig wird er für uns von weit her sichtbar sein, hat er doch an der Generalversammlung eine LSV Jacke erhalten. Wir können also bei den kommenden LSV Läufen im richtigen Moment ein Lächeln zaubern.

    Nach dem Startschuss habe ich mich mit dem angeschlagenen langsamen Lauftempo wie eine Schnecke gefühlt. Ich hatte richtiggehend Zeit, die Umgebung und die Laufstrecke zu geniessen. Mein Blick auf die Uhr bei Kilometer eins zeigte jedoch, dass ich zu schnell gestartet war. Wie war das doch wieder mit der Umsetzung? Ich musste mich zurückhalten, wusste ich doch nicht, ob es sich auch bei Kilometer fünfzehn noch so anfühlen würde.

    An meine Fersen hat sich ein Läufer geheftet. Bei Kilometer sechs hat er mich dann angesprochen, da ihm mein Lauftempo zusagte. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich beabsichtige, mein Tempo später zu erhöhen und ihn motiviert, mit mir mitzuhalten. Zusammen sind wir dann noch ein paar Kilometer gelaufen. Ich fröhlich plaudernd und er mahnend, wenn wir das angesagte Tempo nicht eingehalten hatten.

    Im hinteren Teil der Läufergemeinschaft ging es weniger wettkampfmässig zu und her. Da sah ich Läuferfotografen auf der Strecke, welche die Felder mit dem blühenden Mohn und die bunten Farben der Läuferinnen und Läufer vor uns festhalten wollten.

    Die letzten fünf Kilometer war ich dann wieder ohne Begleitung unterwegs und versuchte, mein Tempo abermals zu erhöhen. Ich habe Peter eingeholt, welcher sehr gut unterwegs war. In der Ferne konnte ich Christoph ausmachen, welcher zwar in Reichweite rückte, aber ich nicht mehr einzuholen vermochte. Die Wärme hat mir zugesetzt, obwohl ich nach dem Waffenlauf in Lenzburg abgehärtet sein müsste. Vielleicht war es jedoch auch die mangelnde Umsetzung meiner Vorgaben. Der Lauf jedenfalls hat Spass gemacht und das ist wohl das Wichtigste. Die Freude am Laufen ist wieder da! Crescendo Läufe an Wettkämpfen haben aber definitiv noch Verbesserungspotential…

    Fotos: Roland Hatt, WhatsApp Runners

  • Bericht vom  Vereinslauf Lauftreff 2022

    Bericht vom Vereinslauf Lauftreff 2022

    Der LSV Frauenfeld und der Triathlonclub Frauenfeld haben heute erstmals zusammen einen Wettkampf durchgeführt. Es standen insgesamt 39 Läuferinnen und Läufer am Start, wovon 3 Gastläufer dabei waren, unter anderem zwei Vertreter der WhatsApp Runners aus Schaffhausen.

    Beinahe hätten wir den Start verpasst, musste doch vor dem Wettkampf dringend ein neues Gruppenfoto geknipst werden. Auf unserer Homepage zeigen wir aktuell ein Gruppenbild von Wila, alle mit Stirnband, Handschuhen oder Mütze ausgestattet, was nicht nach Frühling, Sonne und Wärme aussieht.

    Kaum war das Startsignal gefallen, haben sich die schnellsten vier Läufer, mit Philipp Früh an der Spitze, abgesetzt. Verfolgt wurden sie von Gastläufer Peter Bader, welcher noch seinen Waffenlauf in den Beinen hatte. Die Laufbedingungen waren optimal; angenehme Temperatur, griffiger Boden und für die, welche nicht am Limit gelaufen sind, wunderbares Vogelgezwitscher. Thomas, letztes Jahr noch Teilnehmer des LSV Laufkurses, hat erstmals auch am 9.2 er teilgenommen. Die Gruppe mit Ruth Goldinger, Monika Zollinger, Peter Müller und unserem Neuling hat sich gegenseitig motiviert und angefeuert.

    Als schnellste Läuferin zog Nicole Lohri an mir vorbei mit Zugpferd Andi Jordan. Dank dem Schlussspurt von Nicole, sind die beiden zeitgleich ins Ziel gelaufen.

    Die Strecke war gut markiert, trotzdem war Nena Jazo vom Weg abgekommen. Wären da nicht ihre Laufkollegen Peter Bosshard und Urs Krähenbühl gewesen, hätte sie wohl noch ein paar extra Kilometer gelaufen. (Nena, das kann dir am Stadtlauf Schaffhausen nicht passieren…)

    Im Anschluss an den Lauf wurden wir bestens bewirtet von unserem neuen Team mit Gisela Koch, Anita Bosshard und Dani Frischknecht. Nach der Rangverkündigung wurden zwei Startplätze für den Stadtlauf in Schaffhausen an die schnellsten anwesenden Läuferinnen und Läufer vergeben, gesponsert von unseren Gästen.

    Nena Jazo und Philipp Früh sind die glücklichen Gewinner und werden uns bestimmt mit starken Leistungen vertreten.

    Und zum Schluss:

    Unsere Gäste aus Schaffhausen haben den Anlass sehr treffend beschrieben: eine wunderschöne Strecke, ein toller familiärer Anlass, bei welchem alle Niveaus vertreten waren- einfach cool!

    Wir würden uns freuen, wenn nächstes Jahr nebst dem Triathlonclub Frauenfeld auch die WhatsApp Runners wieder mit am Start sein werden.

    Fotos: Dana Meier

    Weitere Fotos

  • Bericht vom  1.Hubener Frühlingslauf, 26. März 2022

    Bericht vom 1.Hubener Frühlingslauf, 26. März 2022

    Nachdem wir im letzten Jahr coronabedingt nur einen internen Schnupperwettkampf durchführen konnten, galt es jetzt ernst. Im Vorfeld wurde sehr viel Werbung über die sozialen Medien für den 1. Hubener Frühlingslauf gemacht, was sich definitiv gelohnt hat.

    Im Hintergrund liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Wettkampfbüro musste besetzt werden, die Festwirtschaft geführt, Kuchen und Brote gebacken und zahlreiche Helferinnen und Helfer mussten aufgeboten werden für die Absicherung der Strecke, die Markierung der Wege oder als Vor- und Schlussfahrer.

    Wunderbar? Ist es das richtige Wort? Mhm.. während dem Lauf war es mir nicht nach wunderbar… aber nach dem Lauf, nach getaner Arbeit, fühlt sich jeweils alles wunderbar an. Aber der Reihe nach:

    Zahlreich waren die Sportlerinnen und Sportler erschienen. Ganz zur Freude der Organisatoren.                     

    Es wurde in zwei Startblocks gestartet. Die Läuferinnen und Läufer, welche länger als eine Stunde für die Strecke benötigten, sind 10 Minuten vorher gestartet. So kam es, dass nur ein kleines Grüppchen um 14 Uhr startete. Die Strecke war sehr abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll. Es galt, die Kräfte gut einzuteilen. Die schnellen Läuferinnen und Läufer waren schon nach zwei Kilometern ausser Sichtweite und so kam es, dass ich ganz alleine unterwegs war. Ohne Hasen zu rennen oder selber als Hase verfolgt zu werden, war eine neue Erfahrung für mich. Zum Glück waren da ab und zu Streckenposten oder Spaziergänger, welche mich angefeuert haben. Irgendwann bin ich dann auf eine Gruppe der Erststarter aufgelaufen und habe sie heimlich benieden. Nach und nach habe ich weitere Läuferinnen und Läufer überholt und natürlich auch angefeuert. Vor dem Schlussspurt galt es noch ein Stück auf einem Trailweg zu absolvieren. Im Augenwinkel habe ich einen Fotografen entdeckt, im Gebüsch liegend. Das bunte Farbspiel an Vereins- und Laufshirts gab bestimmt einen guten Kontrast zum Frühlingserwachen der Bäume. Und bereits habe ich das laute Rufen unserer Präsidentin gehört, welche alle ins Ziel laufenden Sportlerinnen und Sportler angefeuert hat. Was für ein schöner Schlussspurt!

    Sabine, Monika und Martin haben die Festwirtschaft geführt- ich konnte mich gar nicht sattsehen an all den Köstlichkeiten- verschiedene Kuchen, selbstgebackene Käse- und Speckbrötchen, kleine und grosse Brezel gefüllt usw.

    Zu guter Letzt:                                                                        

    Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, welche den 1. Hubener Frühlingslauf nebst all den Läuferinnen und Läufern zum Erfolg gemacht haben.