Mit 19 Läufern und einigen unterstützenden Fans ist der LSV zahlreich an diesen wunderschönen Herbstlauf gepilgert. Das sonnige Herbstwetter hat eingeladen, und die Aussicht im etwas kühleren Wetter und der flachen Strecke eine gute 10km Zeit zu laufen. Und nicht zuletzt mit dem Hintergedanken dank der familiären Grösse des Laufes und den vielen Kategorien grössere Chancen auf einen Podestplatz zu haben. Die Konkurrenz ist aber diese Jahr schon deutlich grösser geworden, so ist diese Kalkulation nicht für alle aufgegangen, trotzdem haben es 9 von uns auf Podest geschafft und wir konnten uns als LSV Frauenfeld bemerkbar machen.
Kategoriesieger wurden W45 Nicole Lohri 40:12, W50 Christine Altdorfer 44:27, W55 Vreni Neukomm 53:55, MU18 Andrin Jacomet 40:09 und M55 Philipp Lohri 41:43.
Auf dem zweiten Platz landeten W50 Moni Frefel 46:51, M35 Philipp Früh 37:10, M45 Beat Ernst 39:07 und M60 Sämi Schmid 43:52
1998 verliehen zwei amerikanischen Autoren in ihrem Buch «The Ultimate Guide to International Marathons» dem Jungfrau-Marathon das Prädikat schönste Marathonstrecke der Welt. Die Veranstaltung hat sich von Beginn weg rasant entwickelt und ist heute der grösste Bergmarathon der Welt. Rund die Hälfte der Teilnehmer kommen aus der Schweiz, die restlichen aus weiteren 50 Ländern und allen fünf Erdteilen.
Letztes Jahr habe ich von dem Superlativ nicht viel entdeckt, denn es hat nur einmal geschifft, genauer gesagt vom Start bis ins Ziel. Daher kann das Wetter dieses Jahr nur besser werden… Und tatsächlich, als wir um 7:30 in Interlaken aus dem Zug steigen, ist weit und breit keine Wolke zu sehen. Die Temperaturen betragen ideale 13 Grad. Die warme Laufkleidung kann getrost mit dem Gepäck direkt zur Kleinen Scheidegg aufgegeben werden. Beim Start will ich mich mit Martina Zürcher auf ein Selfie treffen, leider ist sie unter den 4’000 Läufer nicht zu sehen.
Die Stecke
Der Start ist auf der Prachtsmeile in Interlaken (565m über Meer), das Ziel auf der Kleinen Scheidegg 2.095m am Fusse des weltbekannten Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Dazwischen liegen 42.195 landschaftlich einzigartige aber beschwerliche Kilometer und über 1’839 Höhenmeter. Der höchste Punkt wird bei Kilometer 41 auf 2.205m erreicht.
Nach dem Startschuss punkt 8:30 drehen die Läufer zuerst eine Runde durch Interlaken. Die bis km 10 topfebene Strecke führt über Bönigen nach Wilderswil. Nun sind die ersten 100 Höhenmeter zu überwinden. Dabei verläuft der Weg durch die Ortschaften Gsteigwiler und Zweilütschinen. Ich bin auch dieses Jahr wieder überwältigt, welch ein Volksfest die Berner Bevölkerung am Strassenrad aufgezogen hat. Schweizweit wird dies wohl einmalig sein. Nach den flacheren Streckenabschnitten geht es die letzten Kilometer bis Lauterbrunnen bei km 20 steiler bergauf. Kurz nach der Halbmarathon-Marke sind erst 300 Höhenmeter überwunden.
Nach einem sogar etwas abwärts gehenden Streckenabschnitt, stehen die Läufer bei km 25 vor der „Wand“, dem steilen Anstieg nach Wengen, bei dem 500 Höhenmeter zu überwinden sind. Hier erklingt passend zur Situation «The Wall» von Pink Floyd aus dem Ghettoblaster. Und jawohl, hier beginnt endlich der Jungfrau-Marathon! Nur Elite-Läufer joggen hier durch; für Normalos ist schnelles Wandern angesagt. Nach km 31 ist Wengen erreicht. Ab hier wechseln sich Joggen und Schnellwandern ab. Weitere 600 Höhenmeter sind bis zur Wengernalp zu bewältigen.
Die letzten 400 Höhenmeter geht es auf einem steilen Singletrail hinauf, über den sich die Läufer wie auf einer Perlschnur aufgereiht auf der Moräne des Eigergletschers hocharbeiten, bis sie bei der Locherflue den höchsten Punkt der Strecke erreichen. Hier steht jeweils Seppli Rast mit seinem Dudelsack und spielt Original schottische Volksweisen. Dieser Moment ist für jeden Läufer der erlösende Lotto-Sechser; denn nun kommt der letzte Kilometer. Und vor allem geht dieser nur noch bergab bis zum Ziel auf der Kleinen Scheidegg.
Die Sieger
Gewonnen hat bei den Frauen die Solothurnerin Martina Strähl in 3:14.36. Die EM-Siebte von Berlin verpasst den Streckenrekord der zweifachen Berglauf Europameisterin Maude Mathys aus dem Vorjahr um lediglich 100 Sekunden.
Der Schotte Robbie Simpson gewinnt bei den Männern in 2:56.31. Er triumphierte heuer schon am Aletsch-Halbmarathon und am Bergmarathon Zermatt.
Die Winterthurerin Michela Segalada wird Dritte in 3:33:11.
Der Frauenfelder Elias Gemperli M20 wird ausgezeichneter 7. in 3:20.39
Martina Zürcher F20 überzeugt bei ihrem ersten Jungfrau-Abenteuer in 5:25.55, Platz 119 von 234.
Andreas Portner M50 finisht in 5:01.43, Platz 151 von 499.
Die Teilnahme
Wer beim nächsten Lauf teilnehmen will, soll bedenken, dass die Anmeldung im Februar jeweils nur für ca. 3 Tage geöffnet ist. Danach sind die 4’000 Startplätze ausverkauft. Wer seine zu erwartende Laufzeit abschätzen will, kann folgende Formel zur Hand nehmen: Marathon-Zeit plus 1h 30min. Schnellere Läufer rechnen mit 1h 15min, langsamere Läufer planen mit plus 1h 45min.
Der Film
Der regionale TV-Sender hat auch dieses Jahr ein tolles Video erstellt und hochgeladen. Auf der berühmten Moräne, gefilmt aus dem Helikopter, ist sogar der Schreibende Andreas zu sehen: Ab min 16.53 für ganze 5 Sekunden 😉
INTERLAKEN, 8SEP18 – Blumen fuer die Siegerinnen: Die Erste Martina Straehl (M, Schweiz), die Zweite Michelle Maier (L, Deutschland) und die Dritte Michela Segalada (R, Schweiz) freuen sich ueber ihren Erfolg. Impression von der ‚Flower Ceremony‘ des 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger
INTERLAKEN, 8SEP18 – Blumen fuer die Sieger: Der Erste Robbie Simpson (M, Grossbritannien), der Zweite Andrew Davies (Grossbritannien) und der Dritte Birhanu Mekonnen (R, Aethiopien) freuen sich ueber ihren Erfolg. Impression von der ‚Flower Ceremony‘ des 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger
INTERLAKEN, 8SEP18 – Michela Segalada ( Schweiz) laeuft als strahlende Dritte ins Ziel beim 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger
INTERLAKEN, 8SEP18 – Eine alte Tradition am Jungfrau-Marathon: Der Schweizer Dudelsackspieler Sepp Rast empfaengt die Marathonlaeufer am oberen Ende der Moraene mit schottischen Klaengen. Impression vom 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 – Ultimative Herausforderung: Der Lauf ueber den schmalen und steilen Weg auf der beruehmten Moraene am Fusse des Eigergletschers anlaesslich des 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 – Gefragtes Wasser an der Verpflegungsstation vor dem Aufstieg zur Moraene. Impression vom 26. Jungfrau-Marathon, einem der weltweit schoensten Marathonlaeufe, am 8. September 2018 im Berner Oberland.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 – Imposante Bergkulisse: Impression vom alpinen Streckenteil des 26. Jungfrau-Marathon mit Eiger, Moench und Jungfrau am 8. September 2018.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 – Lauf von Interlaken nach Lauterbrunnen mit viele typischen Oberlaender Doerfern. Impression vom 26. Jungfrau-Marathon, einem der weltweit schoensten Marathonlaeufe, am 8. September 2018 im Berner Oberland.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 – Die Marathonschlange kurz nach Boenigen: Die ersten 20 Kilometer zwischen Interlaken und Lauterbrunnen sind noch relativ flach, dann wird’s steil! Impression vom 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger
INTERLAKEN, 8SEP18 – Das Abenteuer beginnt: Rund 4’000 Marathonlaeuferinnen und -laeufer starten gemeinsam zum 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 in Interlaken.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
Nicole Lohri holte sich in ihrer Heimatstadt den Tagessieg . Das kühle Wetter verhalf ihr beinahe zum Streckenrecord, den Nicole nur um 10 Sekunden verpasste.
Einen weiteren Podestplatz holte sich Astrid Leumann mit dem 3.Platz in W50. In der Kategorie M50 wurde Philipp Lohri vierter und Dani Frischknecht 15.
In der Hitze des Wylandes läuft Nicole zum Tagessieg
Wir sind es gewohnt vom Wylandlauf: brütende Hitze auf langen, geraden Feldwegen unterbrochen von ein paar Kilometer im Wald zur Erholung. Am besten mit den Umständen umgehen konnte eindeutig Nicole Lohri, die die 14.4 km in unter einer Stunde absolvierte (58:32 um genau zu sein) und damit nicht nur den Kategoriesieg W40, sondern auch den Tagessieg overall holte. Einen weiteren Podestplatz holte sich Christine Altdorfer mit dem 3. Rang in W50 indem sie die Strecke in 1:05:48 zurückgelegte.
Es war ein heisses und sportliches Wochenende. Wer nicht gerade an eine Firmung, Taufe oder Hochzeit eingeladen war, den zog es an dem wunderbaren Nachmittag nach draussen.
Freitag Nacht: 100km von Biel
Um 22:00 beginnt das Sportwochende für Patrick Keller. Erst 14 Stunden 47 Minuten und 32 Sekunden später ist er am Ziel. Aber in dieser Zeit hat er 100km absolviert. Gratulation.
Samstag Morgen: Tour de Suisse in Frauenfeld
Veloprofis aus der ganzen Welt versammelten sich für die Tour de Suisse in Frauenfeld zum Mannschaftszeitfahren am Samstag, den 9. Juni. Bevor die Profis ans Werk gingen, starteten drei Mitglieder des LSV Frauenfeld, Dana Meier, Miriam und Thomas Widmer und versuchten ihr Glück auf der abgesperrten Strecke der TdS. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, einmal mit dem Velo zu starten. Da wird man am Sattel von einer fremden Person festgehalten, bevor es die Rampe hinunter geht. Während die einen noch einen Fuss in den Pedalen einklicken mussten, vergassen andere glatt den Startknopf auf der Garmin zu drücken. Aber wie toll ist es, einfach einmal eine ganze Strasse für sich als Velofahrer zu haben. Nach etwa zwei Kurven merkten wohl alle Amateure, dass man getrost auf der falschen Strassenseite die Kurve schneiden darf. Da kann man Gas geben! Natürlich sind die Profis fast doppelt so schnell, aber die Einfahrt durch die Ziellinie ist auch als Amateur einfach grossartig!
Naturlich freuten wir uns am am Nachmittag zu sehen, wie die Profis dieselbe Strecke absolvierten und mit Stefan Küng ein lokaler gleich das Gelbe Trickot übernehmen konnte. Zum Vergleich: Küng und sein Team haben die 18.3 km in 20:18 durchfahren, während wir LSVler mit 39:16, 32:43 und 30:49 doch etwas gemächlicher unterwegs waren.
TdS NCK5498
Samstag Nachmittag: Zumiker Lauf 2018
Geschwitzt haben auch Nicole Lohri und Christoph Lippuner in Zumikon am Züri Lauf Cup. Mit einer Zeit von 45:41 über die 11,2 km rannte Nicole auf den 1. Kategorie Rang und wurde Overall dritte!
PPR/Matthew Anderson
Sonntag: Frauenlauf Bern
Am Sonntag wurde Ursi Scheuch 3. in der Kategorie W50 mit 22:07 über die 5km, Véronique Schaub wurde mit 24:33 über dieselbe Strecke 24. in W40.
Martina Zürcher und Heidi Scheuch bestritten den 10 km Lauf. Martina wurde mit 49:04 57. in W20, währen Heidi mit 1:01:56 48. in W60 wurde. Auch Nicole Lohri war wieder im Einsatz aber dieses Mal als Pacemakerin im Dienste der anderen Läuferinnen.
Sonntag Nachmittag: Nochmals Tour de Suisse und Formel-E
Nach etwas viel Sonne, verbrachte der Schreibende den Sonntag-Nachmittag mit Sofa-Sport im kühlen Wohnzimmer und konnte nochmals die Tour de Suisse in der Region Frauenfeld beobachten – es ist schon spannender zuzuschauen, wenn man genau weiss, mit welche Steigung die Profis gerade kämpfen, weil man diese selber schon gemacht hat. Genauso cool ist es, die Formel-E Boliden mit 200 km/h durch die Gasse rasen sehen, wo man nächste Woche nicht über 50 fahren darf.
Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler), Daniel Abt
Seen-Lauf Tannheimer Tal
Nicole und Philipp Lohri waren in Österreich und haben vor wunderbarer Kulisse top Leistungen erbracht.
Nicole hat die 22.7 km gut eingeteilt und ist kein Risiko eingegangen. So erreichte sie das Ziel in 1:37:19 und erlief damit nicht nur en Kategoriensieg sondern auch den Gesamtsieg.
Philipp erreichte mit 1:44:24 den 4. Kategorierang.
Triathlon Frauenfeld
Weniger weit gereist sind einige LSVler, die an unserem heimischen Triatholon teilgenommen haben.
Dana Meier, Yvonne Hutter und Thomas und Miriam Widmer haben bei Sommerwetter die drei Disziplinen Schwimmen (500m / 800m), Velofahren (17km / 34km) und Laufen (5.4km / 7.2km) absolviert.
Yvonne hat sich in der Short Distance mit 1:16:19 den 4. Kategorierang erkämpft.
Miriam erreichte in der Long Distance mit 2:07:50 den 7. Kategorierang und damit den 1. Rang der Thurgauer Triathlon Meisterschaft.
Dana hat in der Short Distance mit 1:32:53 den 10. Kategorierang erreicht.
Thomas landete in der Long Distance mit 1:57:17 auf den 38. Kategorierang.
Edinburgh Marathon Festival
Am weitesten gereist ist eindeutig Moni Frefel. Am Edinburgh Marathon Festival haben in allen Läufen ca. 35’000 Personen teilgenommen. Moni hat den Halbmarathon in einer Zeit von 1:43:09 absolviert. Damit hat sie den Rang 1658 von 10533 erreicht und war somit 12. in ihrer Kategorie. Toll, dass der LSV mit einer solchen Athletin in Schottland vertreten ist.
Winterthur Marathon
Wiederum näher Zuhause haben einige beim Winterthur Marathon teilgenommen:
Scheuch Heidi, 10km in 1:00:18 und damit 1. Kategorierang
Sämi Schmid, Halbmarathon in 1:36:17 und damit 2. Kategorierang
Andrin Jacomet, 10km in 43:27 und damit 5. Kategorierang – und dies an seinem 16. Geburtstag
Claudia Steffen, Halbmarathon in 1:47:16 und damit 7. Kategorierang
Cataldo Vincenzo, Halbmarathon in 1:45:13 und damit 51. Kategorierang
Lippuner Christoph, Halbmarathon in 1:52:43 und damit 77. Kategorierang
Miriam Widmer wurde am Auffahrtslauf in St. Gallen 5. in der Kategorie W40 mit einer Zeit von 1:43:06 für den Halbmarathon (PB!). Claudia Steffen und Moni Frefel
haben den Halbmarathon geteilt und zusammen
1:44:31 benötigt. Dana Meier hat den 10 km Lauf in 55:28 gelaufen und wurde damit 81. in der Kategorie W40.
Über die 17 km des ZLC Flughafenlauf in Kloten erreichte Nicole Lohri 2. Kategorierang W40 und Overall den 6. Platz mit einer Zeit von 1:09:11. Ferner liefen Philipp Lohri (18. M50 1:10.51), Sämi Schmid (9. M60 1:14:11),Thomas Widmer (63. M40 1:15:00) und Christoph Lippuner (89. M50 1:23:41).
Am vergangenen Sonntag fand in Frauenfeld unter der Leitung von Nicole und Philipp Lohri der Lauf für Alle statt. Sie holten den globalen Anlass virtuell in die Hauptstadt des Kanton Thurgau.
Über ihre eigenen Smartphone App konnten die 30 Läuferinnen und Läufer virtuell dem Catcher Car voraus Rennen, bis sie von diesem irgendwann eingeholt wurden.
Egal wie weit und wie schnell. Es wurden Distanzen von 9- 25 km gelaufen.
Das von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer gespendete Startgeld geht zu hundert Prozent in die Forschungsprojekte für die Heilung von Querschnittslähmungen.
Der Laufanlass, unter dem Patronat des Frauenfelder Stadtlauf, war ein grosser Erfolg. Überglückliche Läuferinnen und Läufer versprachen beim nächstjährigen Anlass ganz sicher wieder dabei zu sein. Den wir Laufen für die Menschen welche nicht Laufen können.
Beim anschliessenden, gemütlichen Beisammensein und Grillieren sah man nur glückliche Gesichter.
Nachdem der Waldlauf in Wil zwei Mal hintereinander eher kühl war und sogar verschneit wurde, klappte es dieses Mal mit dem perfekten Laufwetter. Es war ein wunderschöner, milder Frühlingsabend. Einzig die Heuschnupfen–Geplagten waren wohl weniger glücklich, ein feiner, gelber Staub aus Blütenpollen lag in der Luft und brachte einige zum Niesen.
Die 1,5 km lange Strecke bis zum Start eignete sich gut zum Einlaufen und so standen die Läuferinnen und Läufer bereits aufgewärmt, mit leicht roten Köpfen pünktlich um 19:00 Uhr am Start.
Der zehn Kilometer lange Lauf führt in zwei Runden durch den Wald. Zuerst geht es aufwärts und dann führt es gut zwei Kilometer auf einem engen Trampelpfad und über einen Waldweg flach wieder zurück zum Start und auf die zweite Runde. Da heisst es, die Kräfte gut aufzuteilen (was zumindest eine Läuferin schon mal nicht machte!) und sich eine Taktik zu überlegen, ob es nun gescheiter ist vor dem Trampelpfad den Läufer vor einem zu überholen oder sich an dessen Fersen zu heften. Je nachdem endet man sonst hinter einem Läufer, der schwitzt wie blöd und eine dementsprechende Duftnote hinter sich herzieht, oder man würde und könnte noch schneller laufen, aber wegen den Brennnesseln links und recht ist ein Überholmanöver einfach nicht möglich. Oder aber, man entscheidet sich für die schnelle Variante und hat dann einen Läuferkollegen hinter sich, dicht an den Fersen, seinen warmen Atem gefährlich im Nacken und verbrennt somit schon auf der ersten Runde die ganze Energie. Dann wird es mühsam, wenn man wieder bergauf muss. Der schnelle Kollege, der gerade noch hinter einem war nun vor sich, leichtfüssig wie eine Gazelle und man selber mit Betonklötzen anstatt schnittige Ascis an den Füssen.
So oder so waren es aber zwei spannende Runden, zumal viele LSV Mitglieder am Lauf teilnahmen aber auch eine ansehnliche Fangruppe an verschiedenen Punkten stationiert waren, die Läuferinnen anfeuerten und ermutigten und natürlich Fotos schossen. Arme runter, schönes Läuferdreieck, gestreckt, Hüfte vor und natürlich Lächeln. So geht das. (Und nicht zeigen, was eigentlich im Kopf vorgeht).
Im Ziel gab es einige rote Köpfe, Hände wurden geschüttelt und der Brunnen wurde zum beliebtesten Ort im Zielbereich. Die 1,5 km Strecke, die vorhin so ideal zum Einlaufen war, stellte nun schon etwas ein Hindernis dar. Aber bekanntlich ist das Auslaufen ja schon das Training fürs nächste Mal. Also ging es im Trab wieder hinauf nach Will und zur Rangverkündigung.
Der schnellste Mann des LSV Frauenfeld war Philipp Früh. Er erreichte mit einer Zeit von 38:49 den 8. Platz. Christine Altdorfer war die schnellste Frau und belegte mit einer Zeit von 46:33 den 4. Rang – wohlbemerkt noch mit dem Züri Marathon in den Beinen!
Zufrieden waren wohl alle, den bei der Rangverkündigung gab es Preise für jedermann. Yvonne Hutter zum Beispiel belegte den guten 13. Platz und durfte mit einem frischen Zopf in der Tasche nach Hause. Wenn sich da die 10 Kilometer nicht gelohnt haben!