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  • Bericht vom Winterlaufcup in Frauenfeld 2019

    Bericht vom Winterlaufcup in Frauenfeld 2019

    Dieses Mal ist der Winterlauf Cup auch ein Heimlauf. Seit eh und je heisst die Strecke, die der LSV anfangs der Winterhalbjahres Saison abläuft «Winterlauf – Strecke», denn genau dieses Strecke, steht an dem Samstagnachmittag auf dem Programm des Ostschweizer Winterlauf Cups. Wir kennen sie in und auswendig, die einen sind froh darum, andere «lätschen» schon am Start, weil sie genau wissen, was auf sie zukommt. 13 Kilometer über die Felder, Wiesen und Wälder des Thurgaus und das bei frühlingshaften Temperaturen. Aber dennoch ist es der Winterlauf Cup und die Gfrörlis tragen immer noch Handschuhe. Eigentlich schade, findet ein weibliches LSV Mitglied. «Jetzt habe ich mir so schöne farbige Nägel lackiert!» Damit man aber nicht vergisst, dass es immer noch Winter ist, kommt kurz vor dem Start noch ein «Spruz» vom Himmel und» feuchtelt» alle ein wenig ein.

    Los gehts

    Ein paar wenige LSV Mitglieder laufen voraus und ein paar andere sind super schnell und starten später, der grösste Rutsch geht jedoch um 14:20 Uhr weg. Alle schön miteinander, scheinbar freundschaftlich und guten Mutes. Bis zum Ägelsee trabt des LSV Grüppchen in Eintracht zügig zusammen, genau bis zur Kreuzung, wo der verletzte Ehemann eines LSV Mitgliedes steht, neidisch den Läufern zuschaut und Fotos schiesst. Danach währen sich wohl die anderen in Sicherheit, ausserhalb der Reichweite des wachenden Ehemannes und sie lassen die Läuferin schamlos auf der Strecke zurück. Diese versucht noch tapfer mitzuhalten, aber nach etwa 8 Kilometern war es das, die Puste ist aus, die restlichen Kilos des Weihnachtsspecks immer noch störend an den Hüften, fällt die Läuferin zurück und überlegt sich in der Nähe des Hohlibergs, ob sie es überhaupt noch bis zum Ziel durchhalten, oder doch grad direkt nach Hause rennen soll, in die Sauna und zum Kühlschrank mit feinem Bier.

    Wo geht’s durch?

    Andere LSV Mitglieder kämpfen nicht mit sich selber, sondern mit der Beschilderung. Eine Abzweigung wird zu früh genommen und zack, schon ist man mitten in einem Wald und weiss nicht so recht wie weiter. Wo sind denn die anderen? Sind wir jetzt so super schnell, so wahnsinnig langsam, ist das ein Traum oder ist es doch so, dass man sich verlaufen hat? Umkehren und weiter geht es. Zum Glück hat es genug Läuferinnen und Läufer, die einem wieder auf den richtigen Weg helfen. (Für ein nächstes Mal: Einfach weiterlaufen, der Weg dort führt zurück auf die Strecke und ist weder ein Umweg noch eine Abkürzung, also alles kein Problem. Ausser vielleicht ein böser Hofhund oder so…)

    Endspurt

    Windig ist es auch an diesem Samstag und die letzten drei Kilometer strecken sich in die Länge. Durch den Hohliwald, Heimat des fiesesten Fuchses, geht es zurück zum Anfang, vorbei am Ägelsee, entlang der Autobahn wieder den Hügel hinauf. Wäre man doch nur schon dort. Die Silos der Zuckerfabrik zeigen das Ziel an, jetzt noch einmal Vollgas, der Kuchen und Bossis Spezialtee sind nicht mehr weit.

    Im Ziel

    Abgekämpft aber glücklich trifft man sich wieder im Ziel, schüttelt sich die Hände, geniesst Tee und das reichhaltige Kuchenbuffet und der Grfrörli des LSVs muss zugeben, dass er dieses Mal doch tatsächlich etwa zu warm angezogen ist. «Heinomol, hani jetzt heiss übercho!»

    Noch nicht am Ende

    Der Winter ist jedoch noch nicht geschlagen. Es wird nochmals kalt. In zwei Wochen könnte es deswegen gut nochmals so kommen, wie vor einem Jahr, als sich die Läuferinnen und Läufer in Göttighofen bei Minustemperaturen fast nicht auf die Strecke gewagt haben. Deswegen – die Handschuhe und die Mütze doch noch nicht wegpacken, der Winterlauf Cup geht noch weiter, bevor dann hoffentlich bald der Frühling kommt.

    mw

    Offizielle Seite des Lauf-cups in Frauenfeld

  • Bericht vom Winterlaufcup in Henau 2019

    Bericht vom Winterlaufcup in Henau 2019

    Immer noch Winter! Und es ist kalt. Jetzt einfach schon ein Stück Kuchen nehmen und in der warmen Garderobe warten, bis die anderen vom Lauf zurückkommen, das wär’s doch. Aber nein, echte Läuferinnen und Läufer machen sowas nicht, selbst wenn es minus fünf Grad sind. Kuchen schmeckt halt doch am besten, wenn man ihn verdient hat. Und selbst der Obergfrörli des LSV muss eingestehen, in der Sonne ist eine Winterlandschaft wirklich schön. Nach den ersten zwei Kilometern sind die Füsse und Hände auch nicht mehr gar so kalt und man ist eingelaufen. (Das Einlaufen kommt einfach zu kurz bei der Kälte.) Und für einmal war die Schuhwahl auch perfekt. Wie schön es doch unter den Füssen knirscht, wenn alles so Stein und Bein gefroren ist. Zusammen mit dem Läufertackt, der regelmässigen Atmung, der Thur, die so frisch aussieht in der Winterlandschaft und die Sonne, die einem das kalte Gesicht wärmt und so schön auf die schwarze Laufkleidung scheint, ergibt es die Mischung, aus der die Glückshormone gemacht sind. So sind die 14,95 Kilometer gar nicht so weit, wie man zuerst gedacht hat.

    Berggeissen

    Die Strecke führt meist flach der Thur entlang, nur einmal, nach etwa sieben Kilometern geht es steil aufwärts. Jetzt Vollgas, zeig den Flachländern, was eine echte Berggeis ist! Nach dem Aufstieg haben wohl alle schön warm und wie im Nu geht es dann wieder abwärts, dem Ziel entgegen. Immer noch scheint die Wintersonne gnädig auf die vielen tapferen Läuferinnen und Läufer nieder und belohnt das frühe Aufstehen. Ein LSV Mitglied musst die Vernunft walten lassen und nach fünf Kilometern wieder umkehren, eine Zerrung machte sich bemerkbar. Aber auch so konnte noch genügend Vitamin D getankt werden und Vorsätze wurden gefasst, in Zukunft wieder brav die Kräftigungs- und Stabilisationsübungen zu machen. Andere nahmen sich vor, doch etwas weniger Kuchen zu essen. Isolieren tut die Fettschicht nämlich nicht, sie stört nur beim Laufen, wenn sie sich an den Problemzonen festsetzt. Und wieder andere wurden getrieben von neu aufflammendem Ehrgeiz für die bevorstehende Saison, es ist Januar und ein ganzer Frühling und Sommer steht vor der Türe. Ins Ziel kamen sie alle und der Kuchen und der Tee schmeckte super. In der schönen Turnanlage hatte es sogar so viel Platz, dass man die Dusche praktisch für sich alleine hatte.

    Nächstes mal in Frauenfeld

    Nur noch zwei Mal heisst es für die Mitglieder des LSV Winterlauf Cup. Am 9. Februar in Frauenfeld und zwei Wochen danach das Finale in Göttighofen. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor allem wenn die Sonne scheint. Da wird der grösste Gfrörli und Jammerlappen des LSVs zur Berggeis.

    mw

    Offizielle Seite des Lauf-cups in Henau

  • LSV Plauschmeisterschaft 2018

    LSV Plauschmeisterschaft 2018

    Plausch 3: Dartspielen

    am 7. November trafen sich 13 LSV Mitglieder um 19.00 im Billard Center in Frauenfeld zum Darts spielen. Für die meisten war es das erste oder zweite Mal wo man auf so eine elektronische Scheibe warf.

    Zuerst mussten wir uns einmal von einem «Profi» alles erklären lassen. Freundlicher weise war dieser, Matthias der Sohn von unserem Vorstandsmitglied Ruth. Zuerst wurden wir in 4er Gruppen eingeteilt wo zuerst die Gruppenrangierung entscheidend war. Da merkte man schnell, das hier viele Anfänger am Werke waren – in dem – viele Peilspitzen wurden abgebrochen. Es wurde viel gelacht und wiederum gestaunt wohin der «Pfeil» flog obwohl man Ihn an ein anderes Ort werfen wollte. Dazwischen musst natürlich auch der Durst gelöscht werden. Nach der Gruppenfase ging es um die Plazierungsgruppe. Das heisst alle 3 Gruppensieger waren in Gruppe 1 und spielten also um den Sieger, alle zweiten um die Ränge 4-6 usw.
    Da wurde so richtig gefaitet (ha ha) Der Sieg ging dann nach spannenden Würfen an Roli Wäny, knapp vor Erich Gentsch und  Hansruedi Manser.
    Dani wurde 4er vor Erwin und Werner Spiri.
    Am Schluss kam dann noch David gegen Goliat oder Roli gegen Matthias.
    Matthias gab Ihm 100 Punkte Vorsprung aber knapp vor Schluss zeigte der Profi wer schon länger spielt. Aber es war ein Spass für alle, den wir gerne nächstes Jahr wiederholen.

    Plausch 4+5: Bowling spielen

    Da es zu schnell dem Ende des Jahres entgegen ging, entschloss ich mich beim Bowling spielen 2 Umgänge zu werten. Da viele LSV Mitglieder nur an diesem Einten Plausch mitmachten, habe ich nur die Spieler/innen in die Wertung genommen die auch auf die gewerteten 3 Anlässe kommen. Dies waren dann 10 Mitspieler/innen. Die Übersicht war dann natürlich erst nach dem Spielabend ersichtlich. Wertung 1 gewann Gisi vor Roli und Astrid. Wertung 2 ging dann an Roli vor Astrid und den gemeinsamen Hansjörg und Dani.
    Der schöne Abend wurde abgerundet beim gemeinsamen Pizza Essen im Barone in Frauenfeld.

    eg

  • Bericht vom Winterlauf Cup in Weinfelden 2018

    Bericht vom Winterlauf Cup in Weinfelden 2018

    Es ist immer noch Winter – logo – schliesslich heisst es auch Winterlauf Cup. Und der Winter zeigt sich von seiner winterlichen Seite. Gestern hat es noch geschneit, heute ist es eher Regen, daraus ergibt sich ein herrliches Gemisch aus einer Ladung Schnee und Dreck. Fügt man da noch hunderte von Läuferinnen und Läufer und deren Füsse dazu hat man das perfekte Mus! Und das über mehr als vierzehn Kilometer. Juppi! Angelehnt an den letzteren Laufbericht kann man da nur noch hinzufügen: sie kommen dennoch, die Läuferinnen und Läufer und das zahlreich. Fragt sich nur, was die Gründe sind, warum man bei diesem Wetter, bei dem nur Hündeler und frischgebackene Eltern sich für einen Spaziergang entscheiden, auf eine Laufrunde geht. Sind es die Weihnachtsguezli und zig andere gute Sachen, die man sich über die Festtage zu Gemüte geführt hat und die sich nun so unschmeichelhaft an Hüften und Bauch angesetzt haben? Oder ist es einfach das Drinnen sitzen in dem düsteren Januar-wetter und das gute Gefühl nach dem Lauf, etwas getan zu haben? Oder doch schlicht nur, dass wir gerne laufen? Während sich ein paar Läuferinnen und Läufer noch eine Startnummer holten, kam ein Monteur ins Räumchen und wollte wissen, ob wir es waren, die angerufen haben wegen der kaputten Heizung. Die Antwort kam prompt: «Nein, wir haben alles und Läuferinnen und Läufer brauchen keine Heizung, wir haben auch so warm.» Naja, das mit dem warm haben, über das lässt sich streiten, aber eine Heizung braucht es sicher nicht zum Laufen.

    Start im Matsch

    Warm bekam man nämlich spätestens nach etwa vier Kilometer durch den Matsch, als das Strässchen sich einem Hügel zu neigte. Immer steiler wurde es und da rutschten und schlipften die angefressenen Sportler und Sportlerinnen bergauf. Die einen schnell und leichtfüssig (mit verspritztem Hintern), andere entschieden sich für den Schildkrötengang (wohl auch mit verspritzen Hintern, aber das weiss ich nicht, denn ich habe mich nicht von hinten gesehen und meine Kollegin, die mich lächelnd überholte, war anständig genug, sich nicht darüber lustig zu machen.)

    Bergpreis

    Nach dem Hügel hatte man es eigentlich schon fast geschafft. Dann ging es wieder bergab und zum Teil auch auf einer geteerten Strasse ohne Pflotsch. Welch eine Wohltat. Das Laufen im Schnee fordert einem nämlich schon etwas ab. Gegen Ende wird es immer enger, man wird von den Schnellen zunehmend eingeholt. Auf den engen Strässchen kein leichtes Unterfangen, denn mittlerweile wurde der Pflotsch von hunderten von Füssen aufgeweicht, eingematscht und es spritzt nach allen Seiten. Wird man überholt, so bekommt man auch gleich ein paar nasskalte, platschende Spritzer ab. Je nachdem wie schnell die Person ist, etwas mehr oder weniger. Schön ist es nicht. Aber es geht nur noch drei Kilometer, der Kuchen winkt und einen Becher heissen Tee wird einem gut tun. Wie es die einen immer noch schaffen, so leichtfüssig durch dieses Mus zu laufen! Und das noch mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Die Glückhormone müssen da ja wie verrückt wirken.

    Nass und dreckig im Ziel

    Alle sind nass und dreckig, als sie ins Ziel laufen. Aber alles sind auch glücklich. Wir haben’s wieder einmal geschafft, wir die unvernünftigen Läuferinnen und Läufer sind an einem verregneten Wintermorgen über vierzehn Kilometer gerannt. Nun geht es unter die Dusche und dann zum Mittagessen. Eine warme Suppe, ein verdientes Nickerchen auf der Couch, dafür lebt man, dafür läuft man. So unvernünftig ist es gar nicht, finde ich, auch wenn mir jetzt doch ein wenig die Wade zwickt.

    «Der Laufcup ist schon was Großartiges. Mich hätten keine zehn Pferde heute zum Laufen gebracht, aber in einer Gruppe geht es leichter. Selbst wenn ich rausgegangen wäre, niemals wäre ich vierzehn Kilometer gelaufen», mein ein LSV Mitglied. Es war ein Mus, es war nass und kalt, aber es war auch cool. Immer wieder. Und in zwei Wochen werden sie wieder laufen, egal was für Wetter es ist, und egal, wie viel darüber gejammert wird. Im Ziel hat es sich schlussendlich immer gelohnt.

    mw

    Offizielle Seite des Lauf-cups in Weinfelden

  • Berichte der Silvester- und Neujahrsläufe 2018/19

    Berichte der Silvester- und Neujahrsläufe 2018/19

    25. TVE Silvesterlauf Eschlikon 2018

    Am 30. Dezember 2018 veranstaltete der Turnverein Eschlikon den 25. Silvesterlauf. Dieser Anlass zieht Jahr für Jahr schnelle Läufer an. Am Nachmittag zeigten die kleinen Sprinter ihr Bestes, der Startschuss für die Jugendlichen und Erwachsenen fiel um 18 Uhr.

    Der Rundlauf von total 6,8 km musste viermal bestritten werden. Der Weg führte von der Turnhalle Bächelacker auf Spazierwegen durch Quartiere und entlang der Durchgangsstrasse über eine provisorische Brücke (wo zwischen Tritt und Sprung gewählt werden konnte …) ums Schulhaus und schliesslich wieder zurück zur Turnhalle. Der Weg war gesäumt mit Fackeln, was zwar ein sehr schönes Bild abgab, jedoch wenig Licht auf die Laufstrecke warf. Die Läufer mussten sich von Licht auf Dunkelheit umstellen, was für einige sehr herausfordernd war. Die Zuschauer säumten die Strecke und spornten uns an. Die markante und sehr bekannte Stimme des Speakers Röbi Schumacher (er ist jeweils an den SM im Schwimmen anzutreffen und den Läufern bekannt vom Gossauer Weihnachtslauf und vom LGT_Marathon) hörten wir schon von weitem. Er spornte uns an, noch etwas schneller zu laufen. Was für eine Freude, als mein Name mit Startnummer nach der ersten Runde aus den Lautsprechern ertönte. So müssen sich meine Töchter an den SM fühlen. Nebst bekannten Triathleten und OL-Läufern war mit Patrik Wägeli «the fastest farmer» am Start. Der Teilnehmer mit der Startnummer 1 erreichte das Ziel nach nur 19 Minuten, 33 Sekunden und 85 Hundertsteln.

    Für den LSV Frauenfeld waren folgende Läuferinnen und Läufer am Start: Andrin Jacomet, Christoph Lippuner, Andreas Portner, Nena Jazo und Monika Frefel.

    Schnellster LSV-Läufer war Andrin Jacomet (0:25:02.93)

    Neujahrsmarathon Schlieren 2019

    Am Neujahrsmarathon (um Mitternacht vom 31.12.18 auf den 1.1.2019) starteten Christoph Lippuner (1/2 Marathon) und Martina Zürcher (1/4 Marathon) für den LSV Frauenfeld.

    mf

  • Läuferinnen und Läufer im Winter

    Läuferinnen und Läufer im Winter

    “Das ist ja nun wirklich sehr unvernünftig! Spinner!» Wer von den angefressenen Läuferinnen und Läufer musst sich nicht schon einen solchen Spruch anhören. Oder man findet es sogar selbst, nachdem man die Nase aus der Türe gestreckt hat und dieser fast abgefroren ist. Und dennoch, erscheinen immer eine ganze Menge an den Laufveranstaltungen im Winter. Auch wenn es Schnee hat und bitterkalt ist. Da wird zwar gejammert, weil man in den wasserdichten Winterlaufschuhen bestimmt nicht schnell sein kann, oder aber es wird über kalte und nasse Füsse geklagt, die schnittigen dünnen Laufschuhe sind wohl da auch nicht das Richtige. Wir schnäuzen, wir pusten in die Hände, ziehen dieser doofe Mütze an, damit einem die Ohren nicht abbrechen, stehen schlotternd am Start oder laufen uns ein, damit wir nicht auf der Stelle auf dem Glatteis anfrieren.

    Dabei sind wir genau so wie alle anderen hin und wieder krank. Sei es ein Pfnüsel, ein hartnäckiger Husten oder das eine oder andere Gelenk, das nicht mehr mitmacht bei der Kälte. Ja, das alles passiert uns leider auch. Aber sobald der Hals nicht mehr kratzt und man nicht mit einer ganzen Kleenex Box auf die Laufrunde muss, werden die Schuhe wieder geschnürt. Schreckich, mehr als eine Woche konnte man nun nicht mehr laufen, da wird man ja noch kränker. (und dicker, bei all den Keksen!)  Es passiert wohl dem einen oder anderen Läufer, der einen oder anderen Läuferin, dass die Augen sehnsüchtig in die Weite schweifen, während man auf dem Sofa liegt, eingemummt in eine warme Decke mit einem Neocitran in der Hand und man sich nur Eines wünscht: raus, in die Laufschuhe, bevor man aus der Form fällt. Das ewige Liegen tut weh, wir brauchen frische Luft!

    «Du machst jetzt aber ein wenig Pause. Wahrscheinlich hast du dich einfach übernommen, der Körper muss sich erholen, kein Wunder bist du krank!» Auch so ein Spruch, den man als Läuferin und Läufer oft zu hören bekommt. Pause? Aber, die Sonne scheint doch. Und wovon soll ich denn Pause machen? Von der Arbeit, ja, aber das bedeutet ja eben, dass man dann Zeit zum Laufen hat. Pause vom Laufen? Wozu denn, ich bin ja nicht krank. Oder ich bin nicht mehr krank, das «bizli Pfnüsel», das geht dann nach drei Kilometern von selbst weg. Und ja, das Gelenk tut schon noch ein wenig weh, dafür tut der Rücken nicht mehr weh vom Herumliegen.

    Für die einen Unvernunft, für Ärzte jedoch oft auch Medizin. So wird einem LSV Mitglied geraten, möglichst schnell wieder aktiv zu werden. «Sie könnten auch in die Physio», meinte der Arzt und hat sich wohl gewundert, warum die Patientin ihm beinahe um den Hals gefallen ist. Endlich mal jemand der sagt, werden sie aktiv und nicht. «Jetzt leg dich mal hin und lauf nicht immer!»

    Ist es denn so unvernünftig, das Laufen im Winter? Wird man davon wirklich krank? Übertreiben wir es? Wie gesagt, die Menge an Laufbegeisterten nimmt im Winter nicht ab, also kann man nicht wirklich mehr krank sein. Nicht mit ein paar guten Schlucken von Bossis Spezialtee am Ziel und einem grossen Stück Schoggikuchen. Und solange es genügen warmes Wasser hat in den Duschen und man nach dem Laufen trockene, warme Kleider hat, fängt man sich auch nicht gleich eine neue Erkältung ein. Und frische Luft hat wohl noch keinem geschadet. Die Spaziergänge (die sich später als Jogging entpuppten) halfen dem kranken LSV Mitglied auch schneller als gedacht wieder auf die Beine.

    Wir machen es halt einfach gern, egal wie kalt und nass es ist. Laufen ist einfach schön und es gibt gute Laune. Ob es nun vernünftig ist, sei dahingestellt, auf jeden Fall ist es nicht vernünftig einem Läufer und einer Läuferin zu raten, nicht laufen zu gehen. Wir sind alle nur erträglich, wenn wir laufen können. Und sind wir mal ehrlich, was tun den die Anderen an einem Sonntagmorgen im Advent so Vernünftiges? (Den Spitzbuben aus dem Säckli des Kindes klauen, das dieses am Freitag eigentlich vom Wichtel in der Schule geschenkt bekommen hat).

    Lassen wir uns doch alle hin und wieder etwas Unvernünftiges tun. Denn genau das ist es ja, dass das Leben so spannend macht und nur aus der Unvernunft lernt man schlussendlich auch hin und wieder etwas vernünftiger zu werden.

    Fotos vom Lauf-cup Sulgen (Dank an Silvia Zeller):

  • Bericht vom Staaner Stadtlauf 2018

    Bericht vom Staaner Stadtlauf 2018

    Glück oder Pech? Man kann es anschauen, wie man will, das Wetter war heute nicht optimal.
    Glück, dass es nicht noch stärker geregnet hatte, Pech, weil die Typen vom Meteo doch trockner vorausgesagt hatten. (Oder war das der Wetterbericht von gestern?)
    Eine kleinere Anzahl LSV’ler fand sich in Stein am Rhein ein. Von Erstläufern bis zu alten Hasen, mittendrin eine Person, welche nach einem Jahr stetigen Training im LSV versuchen wollte, die Vorjahreszeit von knapp unter 1 Stunde zu verbessern.
    Gopf, öppis bringt doch da Training hoffentli…
    Die Halbmarathönler wurden beim Start kräftig angefeuert, dann mussten die eigenen Muskeln noch auf Betriebstemperatur gebracht werden.
    Frage an die Profis: Sinkt die Muskeltemperatur bei tieferen Aussentemperaturen gleichmässig oder exponentiell und sollte ich dann länger bzw. intensiver aufwärmen? Danke für die Antworten in einem der nächsten Trainings.
    Vor dem Start dann die erste Nervosität: Mein Musikplayer möchte sich nicht mit dem Kopfhörer verbinden! Mit dem Startschuss hat es dann doch noch geklappt und ich spurte Andreas nach. Aber bereits bei der zweiten Kurve sehe ich ihn nicht mehr,
    werde von den Schnelleren überholt, konzentriere mich auf meine Atmung, bin alleine mit wummernden Bässen in den Ohren auf der Strecke. Sorry, dass ich eure Zurufe im Ziel dann nicht gehört habe!
    Bereits nach einem Kilometer dann die grosse Ernüchterung: Auch hier hat es geregnet, es ist rutschig, spritzt die Beine hoch und zu Hause muss ich die Schuhe putzen. Naja, was soll’s, kann ja nicht noch schlimmer kommen.
    Aber weit gefehlt! Beim Verpflegungsposten steht noch die Guggenmusik und möchte meine schöne Musik übertönen. Nur schnell weiter, beim Rückweg hört man die nämlich erneut.
    Bald befinde ich mich wieder auf der See-Promenade. Fährt hier sonst nicht ein Kinderzug? Am Quai feuern uns die Zuschauer an, eine tolle Energiespritze für die letzten Meter auf dem Kopfsteinpflaster. Nöd abriissä loh, durrebiissä!!!
    Mit dieser Einstellung konnte ich noch einige Läufer auf der Zielgerade überholen.
    Wow, was für ein toller Lauf für mich und die Zeit vom letzten Jahr über 5 Minuten verbessert. Das Training lohnt sich!
    Am besten lief es Ursi und Moni, welche die Plätze zwei und drei bei D50 erreichten.
    Herzliche Gratulation!

    Halbmarathon M40 Peter Bader 1:29:54,3
    Halbmarathon M50 Urs Krähenbühl 1:44:28,3
    Christoph Lippuner 1:48:48,2
    ¼-Marathon D40 Dana Meier 59;11,4
    ¼-Marathon D50 Ursula Scheuch 46:12,2
    Monika Frefel 47:55,9
    ¼-Marathon U20 Andrin Jacomet 40:40,7
    ¼-Marathon H40 Manuel Jacomet 52:29,9
    ¼-Marathon H50 Andreas Portner 47:21,4

    Gute Erholung und bis zum nächsten Mal in Stein am Rhein!

    mj

  • Nicole Lohri ZKB Gesamtcupsiegerin 2018

    Nicole Lohri ZKB Gesamtcupsiegerin 2018

    Zum ersten Mal triumphierte Nicole Lohri aus Frauenfeld beim ZKB «Laufcup». Beim attraktiven «Züri-Laufcup» wurden 13 Wettkämpfe ausgetragen, bei denen rund 16’000 gemeldete Läuferinnen und Läufer teilgenommen haben. In der Rennserie zählen die besten 6 Resultate zur Endwertung. Die fünf Erstplatzierten in der jeweiligen Altersgruppe wurden zur Abschlussfeier eingeladen.

    Die gediegene Saison-Abschlussfeier fand im Restaurant Lakeside in Zürich statt. Den auszuzeichnenden Siegerinnen und Siegern wurde die begehrte Zürcher Kantonalbank Trophy von Bruno Dober, Vizedirektor des Bankrats verliehen.

    Bei den Erwachsenen stand zum ersten Mal in ihrer fünfzehnjährigen Laufkarriere, die für den LC und LSV Frauenfeld startende, Nicole Lohri aus Frauenfeld zuoberst auf dem Podest. Die schnellste Läuferin und Mutter von drei erwachsenen Söhnen aus Frauenfeld stach alle aus. Bisher musste sie sich mehrmals mit dem zweiten Gesamtrang abgeben. Nun gelang ihr der grosse Erfolg und stach alle aus. Als weitere Ehre der Gesamtcupsiegern stand vorgängig, ein Presse-Fotoshooting in der Hauptstadt des Kantons Zürich bevor. Nicole Lohri gibt auch Laufkurse und ist deshalb nicht nur glücklich über den persönlichen Gewinn des Cup’s sondern auch, wenn sie Menschen für den Laufsport begeistern kann. Über ihren Sieg sagte sie: «Ich bin überglücklich, denn ich hätte nie damit gerechnet dass es für den Sieg reicht».

    Im Anschluss an den offiziellen Teil, der vom ehemaligen Bahnradstarliebling, Welt- und Europameister Franco Marvulli moderierten Festlichkeitsfeier genossen die Sportler und Gästen das feine Buffet und liessen den Abend mit einer Liveband ausklingen.

    Sämi Schmid www.lsvfrauenfeld.ch und www.zuerilaufcup.ch

     

    Bild der Gesamtsieger v.l.n.r: Cyrill Ruettimann, Juniorensieger, Marilena Kuster, Juniorensiegerin, Bruno Dobler, Bankpraesidium Zuercher Kantonalbank, Nicole Lohri, Gesamtsiegerin und Christian Mathys, Gesamtsieger. (PPR/Nick Soland)

     

  • Bericht vom Frauenfelder 2018

    Bericht vom Frauenfelder 2018

    Der Frauenfelder – Saison Höhepunkt

    Auf diesen Moment haben wir alle hin gefiebert. Auf den Kanonenschuss um 10:00 Uhr, auf den zweiten um 10:30 Uhr und auf den Startschuss in Will gegen halb eins! Alle haben trainiert und das bei Wind und Wetter und oft auch Dunkelheit. Es war es wert, der verregnete Trainingsmontagabend vor etwas drei Wochen, diese doofen, langen Pyramidenläufer über den Berlingerhof, die langen Läufe über Liebensberg in Nacht und Nebel. Mit dem Startschuss zeigt es sich nun, warum wir so hart trainiert haben.
    Drei nervöse LSV Mitglieder standen gegen 10:15 Uhr auf dem Markplatz und wussten nicht so recht, ob sie sich nun die Ohren zuhalten, oder doch lieber zuerst den Startknopf auf der Garmin drücken sollten.

    Die Waffenläufer waren bereits über alle Hügel oder zumindest am Spital vorbei, als die drei Damen zusammen mit Marco Wick auch auf ihren Marathon starteten. «Geht es nicht zu schnell an», wurde ihnen geraten. Aber wie kann man es nicht schnell angehen, wenn man nun schon seit Stunden in einem Pool von Adrenalin badet und man einfach nur froh ist, endlich loslaufen zu können.

    Hinauf nach Wil

    Hinauf nach Wil, vorbei an Matzingen, Wängi, Eschlikon und Sirnach. Locker! Oder zwickt es doch ein wenig im Knie? (Nein, das bildet man sich nur ein!) Die Welt ist in Ordnung, wir sind trainiert, wie haben uns darauf gefreut und die Zuschauer am Rand bestätigen den Entschluss zu Laufen auch. Lautes Gejubel, jedes Mal, wenn man in ein Dorf hinein und wieder hinaus rennt. Kuhglocken, Musik, ermutigende Zurufe und hin und wieder einen Schluck Wasser. Der Sträfling Angelo stiehlt wohl so manchem die Show. Alle finden ihn cool. (Nimmt denn der die Sache nicht ernst, heinomol? Schaut mal mich an, ich laufe hier im Fall auch und das sicher schon seit 12 Kilometern!) Nach Sirnach meldet sich bei vielen die Blase. Mann müsste man sein, die stellen sich einfach an den Strassenrand und pinkeln hemmungslos dahin, die Frauen schauen ihnen mit neidigem Blick zu und suchen sich im Wald vor Will einen geeigneten Baum. Bäume hat es viele, aber Zuschauer auch. Und die «Schiiterbiig» die beim Trainingslauf als WC fungiert hat, ist besetzt und auch gut ersichtlich für sämtliche Zuschauer. Dann kommt der schöne Teil: durch Will laufen! Wieder jubelnde Leute und Halbmarathönler, die sich einlaufen. (Äääägi, wir sind schon eingelaufen und das seit 21 Kilometern.)

    Und wieder zurück

    Ein paar LSV Mitglieder haben gewartet bis die Marathönler kommen und gratulieren am Strassenrand, wie schön! Und dann geht es bereits wieder nach Hause, nach Frauenfeld. Die schnellen Halbmarathönler holen einem erbarmungslos ein. Wusch – und schon sind sie vorbei. Hin und wieder begegnet man einem LSV Mitglied und bekommt ein paar aufstellende Worte. Bitternötig sind die! Bei Kilometer 26 lahmt das erste LSV Mitglied. Das Knie meldet sich nun doch. Es ist einfach zu kalt, die Hände sind kalt, das Gesicht ist kalt, die Beine, einfach alles! Kein Wunder tut es plötzlich weh! Sowieso, wessen Idee war das eigentlich? Sicher nicht meine! Immer lasse ich mich überreden, warum laufe ich überhaupt? Da, ein Verpflegungsposten, Wasser, Rivella, Schoggi und Bananen. Alles wird gut, wenigstens für den nächsten Kilometer.

    Lommis

    Dann kommt die nächste Krise. Was muss man eigentlich machen, wenn man aus dem LSV austritt? Wem soll ich schreiben, wie sage ich es der Kollegin? Aber mir bleibt keine Wahl, schliesslich kann ich nie mehr laufen. Nie mehr, ich sterbe, hier in Lommis vor dem Bauernhof wo ich vor einem Jahr so glücklich meine Häsli gekauft habe! Schluchz! Der Rest des LSVs flitzt zügig an Lommis vorbei, hinauf nach Weingarten wo am Verpflegungsstand auch LSV Mitglieder stehen und einem lieb mit Getränken und Snacks eindecken. Okay, das mit dem Austritt, das überlege ich mir nochmals, auch wenn ich jetzt auch noch von Martina überholt werde. Tut eigentlich niemandem etwas weh? Es scheint, als ob alle Läuferinnen und Läufer so leichtfüssig Stettfurt entgegen hüpfen, nur der eine oder andere Waffenläufer quält sich humpelnd vorwärts! Danke, ihr lieben und tapferen Waffenläufer! Weiter geht es, stechender Schmerz im Knie und der Duft von Kohl, ein Bauer ist grad am Ernten. Im Wald vor Frauenfeld hat es wieder Zuschauer, die sogar noch Musik mitgebracht haben. Das hilft. Schon geht es etwas besser. Und auf dieser Strecke ist man ja irgendwie schon fast daheim. «Nur» noch 5 Kilometer! 5 Kilometer!!!!!!! Jammer! Die Kamelbuckel sind irgendwie gar nicht so schlimm, wohl weil wir sie seit eh und je gefürchtet haben und sie deswegen mit Respekt und etwas Ehrfurcht erklimmen. Wieder ein Verpflegungsstand und Patrik mit seinem Häsli am Gewehr. Und dann geht es flach hinüber zum Spital, der Weg ist gesäumt von Zuschauern, die einem zujubeln. Ja, wir Läuferinnen und Läufer sind ja schon Helden. Leidende Helden. «Es isch nüme wiit, chum, durehebe!» Ja du ..du….********, das kannst du schon sagen, du stehst ja auch einfach da mit einer warmen Jacke und einem Bier in der Hand, während wir, WIR, schon seit 20 Kilometern und mehr laufen und das bei dieser Kälte! (ja, der Gförli ist am schreiben, aber es war wirklich kalt!) Sind eigentlich die letzten vier Kilometer länger als die anderen Kilometer? Scheint einem fast so. Und abwärtslaufen tut ganz schön weh, wenn einem sowieso schon alles etwas weh tut.

    Am Ziel

    Nichts mit voller Pulle ins Ziel laufen. Aber immerhin: Ins Ziel laufen! Welch schöner Moment, welch Erleichterung! Stopp drücken, anhalten, nicht mehr laufen, nie mehr laufen. Wasser, Wasser! Dort ist Martina, und Martin, und Marco,….die Sicht verschwimmt kurz. Freudentränen? (Schweiss kann es ja nicht sein, es ist ja eben kalt!) Hände werden geschüttelt, wir fallen uns um den Hals, ach ist das schön! Jetzt schnell den Honig holen und dann….ja dann – ging mal kurz gar nichts mehr, auf jeden Fall bei einem LSV Mitglied. Sitzend wurde dieses vom Junior Andrin entdeckt und Gottlob hat er sich erbarmt und den Ehemann ausfindig gemacht, der sich dann um die lahmende Stute gekümmert hat. (Wer parkt schon ein Auto oben vom Mätteli! Da hat es ja Treppen dazwischen!)


    Aber alles ist nun gut. Wir sind im Ziel. Auf Garmin wird heftigst ausgetauscht und geliked und kommentiert. Ranglisten werden verglichen und vor allem kann man jetzt essen, essen, essen!
    Die Laufsaison ist zum Abschluss gekommen, glorios und mit viel Hingabe und Ehrgeiz. Und wenn ich dann irgendwann wieder normal gehen kann, dann ja, werde ich wieder laufen gehen und trainieren – für einen Marathon, oder so…vielleicht.

    mw

    Resultate

    Waffenlauf und Halbmarathon können auf der LSV Rangliste nachgelesen werden. Es bleib noch der Marathon zu erwähnen:
    Marathon

    • Marco Wick 22. M30 3:31:36
    • Martina Zürcher 7. D20 3:50:29
    • Miriam Widmer 15. D40 3:56:12
    • Yvonne Hutter 18. D40 4:04:20

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5. Huebener Frühlingslauf
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