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  • Bericht vom GP der Stadt Dübendorf 2018

    Bericht vom GP der Stadt Dübendorf 2018

    Frühsommer in Dübendorf

    Endlich! Am Samstag, den 7. April fand der erste Lauf in kurzen Hosen und kurzem T-Shirt statt. Wer an diesem Samstag am 40. GP Dübendorf startete und lange Laufhosen trug, bereute dies wohl schon nach wenigen Metern.

    (PPR/Manuel Lopez)

    Denn es war strahlend schönes Frühlingswetter und einige meinten sogar, es sei eine Wahnsinns Hitze. Die Gfrörlis unter den Läuferinnen und Läufern fanden das zwar nicht, aber immerhin war es endlich genug warm, damit man ohne Handschuhe starten konnte. Das langärmlige Läuferjersey, dass es zu diesem Jubiläums-Lauf gab war wohl etwas fehl am Platz und diejenigen, die es bereits anzogen für den Wettkampf waren die Hälfte der Strecke damit beschäftigt, die Ärmel so weit es ging zurück zu krempeln.
    So spektakulär schön das Wetter auch war, begonnen hat der Lauf für die weiblichen Läufer wie immer – mit einer laaaaaangen Warteschlange vor der Toilette! Das stellte sich wohl jede die bekannte Frage: «Soll ich jetzt einfach nicht pinkeln? Das reicht ja nie bis zum Start! Aber ich muss einfach noch, ich MUSS!» Die Erlösung erschien gerade noch rechtzeitig vor dem Aufgeben. Eine Dame schlich sich dem hinteren Teil der Warteschlange an, schaute sich um und meinte in geheimnisvollem Flüsterton zu drei sehr verzweifelten Läuferinnen: «Psst! Geradeaus und dann bei der Männergarderobe die Treppe hinunter, dort hat es ein WC und es ist niemand dort!» Mit unterdrücktem Freudenschrei zischten drei ab so gut es ging, wenn man verkrampft den Bisi verkneifen muss, schliesslich will man nicht, dass die ganze Warteschlange folgt. Und tatsächlich, ein Damen WC ohne Schlange war an dem geheimen Ort und einem erfolgreichen Lauf stand nichts im Weg.
    Die Lorbeeren musste man sich aber noch verdienen. Zuerst ging es auf eine kleine Runde einen Hügel hinauf, wieder hinunter in den Zielbereich und dann auf die grössere Runde dem Bach entlang. Es war heiss und staubig. Zwar waren es «nur» 10 Kilometer, aber alle waren dankbar um die drei Verpflegungsposten, bei denen man Wasser, Eistee und auch schon einen kühlen Schwamm bekam. Vor zwei Wochen war es noch Winter, ein kühler Schwamm mit Wasser über dem Kopf ausgedrückt wäre wohl als Strafe empfunden worden, jetzt war es eine Wohltat. Nochmals ging es hinauf auf den Hügel für die kleine Runde und dann einen knappen Kilometer geradeaus ins Ziel. Mit roten «Näggeln» kamen die Läuferinnen und Läufer ins Ziel und stürzten sich auf die Getränke. Und keiner hatte wohl Bedenken, ob es in den Duschen noch genügend warmes Wasser hatte, eine kalte Dusche war jedem willkommen.
    Die Warteschlange vor der Damentoilette war verschwunden, dafür lümmelten sich die Läuferinnen und Läufer vor den Schuhkisten herum. Vielleicht noch ein Schnäppchen? Oder doch lieber ein kühles Glace?
    Die Mitglieder des LSV Frauenfeld können zufrieden sein mit ihren Resultaten. Nicole Lohri ist ein der Kategorie W40 mit einer Zeit von 39:33 auf den ersten Platz gerannt. Heidi Scheuch wurde 9. in der der Kategorie W60. Miriam Widmer erreichte den 10. Platz in der Kategorie W40 und Monika Frefel wurde auch 10. in der Kategorie W50. Die Männer hatten es schwieriger, bei so vielen Teilnehmern mit jungen Beinen. Sämi Schmid rannte auf den 17. Platz in der Kategorie M60 und Philipp Lohri wurde 19. in der Kategorie M50.
    Nach diesem warmen Lauftag, sind die Mitglieder des LSVs wahrlich gerüstet für einen heissen Sommer. Auf dass bis zum nächsten Lauf die Beine nicht mehr gar so weiss sind, wie dieses Mal.

    Nicole Lohri auf dem Podest
  • LSVler im Frühlingseinsatz

    LSVler im Frühlingseinsatz

    Schweizer Meisterschaften 10 km Strasse: Nicole Lohri 2. in der W45 Kategorie
    Das erste warme Frühlingswochenende – die ganze Schweiz war wohl draussen und genoss den Frühling und die Sonne. Und die Läufer? – Die liefen!
    Zum Beispiel in Oberriet SG. Dort fand der 40 Rylauf statt. Nicole Lohri holte sich dabei mit einer Zeit von 38:46,2 den 2. Platz bei der Schweizer Meisterschaften 10 km Strasse in der Kategorie W45.

    Bei genau gleich schönem Wetter und mit herrlichem Blick auf den Zürichsee, zeigten andere Mitglieder des LSV Frauenfeld in Männedorf ihren Einsatz. Auch beim Männedörfler Waldlauf gab es für den LSV Frauenfeld Podestplätze. Claudia Steffen erreichten den 2. Platz in der Kategorie W50.
    Mit Sicherheit rannten noch mehr an diesem herrlichen Wochenende über Wiese-, Wald- und Feldwege, denn jetzt geht es so richtig los mit der Laufsaison und es warten noch mehr Podestplätze auf die schnellen Mitglieder des LSV Frauenfeld

  • Bericht vom Schollenholzlauf 2018

    Bericht vom Schollenholzlauf 2018

    Vor dem Regen ins Ziel

    Wohl fast jeder hat mit Besorgnis ein Wetter-App konsultiert, um auf dem Radar zu schauen, wann der Regen nun genau eintrifft. Die Wolken hingen grau am Himmel und kamen unaufhaltsam näher. Ansonsten war es eigentlich ideales Laufwetter an dem diesjährigen Schollenholzlauf des LSV Frauenfeld, auch wenn die «Gfrörlis» unter dem Läufervolk mit grimmiger Miene behaupteten, es sei immer noch viel zu kalt. Spätestens nach dem Aufstieg nach Liebensberg hatten auch die nicht mehr kalt, auf den Fotos sieht man auf jeden Fall nur noch rote, verschwitze Köpfe und aufgezogene LSV Jacken.


    Um 14:00 Uhr fiel der Startschuss für den ersten Block, um 14:15 Uhr startete der Rest. (Ja – der Schollenholzlauf hat zwei Startblöcke). Und er hat es in sich, der 16,15 km lange Lauf. Gleich zu Beginn geht es aufwärts, dann zieht sich das Feld auf der knapp 2 km langen, geraden Strecke auseinander, bevor es hinauf geht nach Liebensberg. Tapfer kämpften sich die Läuferinnen und Läufer den Anstieg empor und schafften es sogar noch in die Kamera zu lächeln, die oben wartete. Weiter ging es nach Bewangen, dann ein gerades Stück der Autobahn entlang und schliesslich über Gerlikon wieder hinunter nach Frauenfeld. Der Bergläufer, die beim Aufstieg triumphierend überholt hatten, wurden nach Gerlikon zu den Gejagten. Gehetzt schaute der eine oder andere über die Schulter zurück, als das gerade Schlussstück in Angriff genommen wurde. Die Biese blies einem unbarmherzig entgegen und sie schien nicht aufzuhören, diese lange, gerade Strecke, auf der man weit vorne die schnellen Läufer sieht, die schon fast im Ziel sind. Eigentlich ist der Energiepegel an diesem Punkt fast auf null, eigentlich würde man gerne langsamer, aber jetzt aufgeben und die Läuferin oder den Läufer, dem man bis jetzt so eisern davongelaufen ist, einholen lassen -wegen zwei Kilometern? Nein, das dann doch nicht. Und so trafen die Läuferinnen und Läufer ehrgeizig und mit vollem Tempo im Ziel ein, angefeuert von Kollegen und Kolleginnen, die es bereits geschafft hatten. Der eine oder andere musste sich zuerst mal erschöpft ans Mäuerchen lehnen, die müden Beine dehnen und durchschnaufen. Jetzt ein warmes Teeli, ein Wässerli und eine warme Dusche. Wie herrlich nach dem geschafften Lauf.


    In der Turnhalle im Oberwiesen bekam man das Besagte. Zusammen mit Läuferkolleginnen und Kollegen konnte man ein Stück Kuchen geniessen, auf dem Wetter-App schauen, wie der Regen nun tatsächlich ins Land zog und man es vor dem Regen ins Ziel geschafft hat. Eigentlich konnte man dem Regen auch in Natura zuschauen, aber wenn man gerade auf dem App nachschaut, dann kann man auch gleich noch auf dem Garmin-App den Lauf hochladen und schauen, wer seinen Lauf auch schon hochgeladen hat. Heimlich vergleichen, liken, gratulieren und dass alles, obwohl die Anderen neben einem auf dem Bänkli sitzen und …naja… das Gleiche tun. Vor dem Lauf hatte man das gerade noch diskutiert, ob man als Hobbyläufer eigentlich so eine tolle Läuferuhr braucht und wer während des Laufes die Daten auf der Uhr kontrolliert. Nö, eigentlich alles nicht nötig, Hauptsache so schnell es geht. Aber wenn man die Uhr mal vergisst, dann ist es doch so, als wäre man gar nicht gelaufen, es ist dann irgendwie einfach nicht echt. Und zu einem guten Lauf gehört dies einfach dazu. Ist auch schön auf der Grafik im App den Hügel zu sehen, über den man gerade mit etwas mehr als einer Stunde drüber gerannt ist. Wir sind schon gut!

    Bei der Rangerkündigung zeigte sich wie gut wir waren.

    Bei den Daman kämpften Shelly Shenk vom Run Fit Thurgau und Nicole Lohri vom LSV Frauenfeld um den Sieg. Shelly entschied das Duell für sich und gewann die Frauenkategorie mit 1:08:35. 3. wurde Christine Altorfer vom LSV Frauenfeld.

    Bei den Männern gewann Jörg Stäheli mit Zeit von 1:01:50 gefolgt von Philipp Früh vom LSV Frauenfeld (1:02:15) und Felix Schenk vom Run Fit Thurgau (1:02:36)


    Alles in Allem ein erfolgreicher Lauf, nicht nur wegen den guten Resultaten. Viele fleissige Helfer hatten dafür gesorgt, dass alle mit einer Startnummer ausgerüstet waren und die Zeit richtige gemessen wurde. Keine einfache Aufgabe, wenn man dies korrekt machen will. Ausserdem hatten Astrid Leumann und Dani Frischknecht schon Tage vorher den Lauf mit orangen Pfeilen gekennzeichnet und am Tag des Wettbewerbs nochmals kontrolliert, ob alles stimmt. Herzlichen Dank dafür, vor allem auch für die ermutigenden Worte nach jedem strengen Aufstieg.

    Am Lauftag sorgten die Vorfahrer und die Helfer an den Kreuzungen für Sicherheit und das keiner in seinem Eifer eine falsche Abzweigung nimmt. Und wie bei jedem Lauf standen Fotografen zur Stelle und haben alles dokumentiert und festgehalten. Und in der Turnhalle Oberwiesen wurde man super mit Kuchen von Spenderinnen und Spendern bewirtet. Ausserdem waren die Tische liebevoll dekoriert. Sind die Zucker-Eili eigentlich zum Essen dort gewesen? Wenn ja, danke! Wenn nein, hoffentlich hat niemand so genau geguckt.

     

     

  • LSV-Rangliste Laufsporttag Winterthur 2018

    LSV-Rangliste Laufsporttag Winterthur 2018

    nass/trüb bis 3°C

    KategorieRangNameVornameVereinGesamtzeitPunkte
    Damen11WidmerMiriamLSV00:54:101000
    Damen12HutterYvonneLSV00:57:54931
    Damen13SchaubVéroniqueLSV01:06:43768
    Damen21LohriNicoleLSV00:45:371000
    Damen22IslerChristineLSV00:51:09879
    Damen23LeumannAstridLSV00:57:22742
    Damen31NeukomVreniLSV00:56:271000
    Damen32KunzSabineLSV01:03:43871
    Damen33ScheuchHeidiLSV01:06:08828
    Herren11FrühPhilippLSV00:42:311000
    Herren12WickMarcoLSV00:45:34928
    Herren13WidmerThomasLSV00:49:40832
    Herren21ZellerPhilippLSV00:51:511000
    Herren22PortnerAndreasLSV00:53:43964
    Herren23SiggMartinLSV00:55:39927
    Herren24LippunerChristophLSV00:57:30891
    Herren25FrischknechtDanielLSV01:01:00824
    Herren31LohriPhillippLSV00:47:141000
    Herren32SchmidSämiLSV00:47:31994
    Herren33BosshardPeterLSV00:52:07897
    Herren34GentschErichLSV01:03:22658
  • Bericht vom Laufsporttag Winterthur 2018

    Bericht vom Laufsporttag Winterthur 2018

    Saisonbeginn des LSV Frauenfeld

    Die Vereinsmeisterschaft 2018 für den LSV Frauenfeld wurde wie immer mit dem Laufsporttag Winterthur eröffnet. Es ist noch früh im Jahr. Wir haben wohl schon alles erlebt, an diesem Laufanlass. Frühlingsgefühle, tiefer Winter und vor zwei Jahren eisiger Regen. Dieses Jahr ist es definitiv noch Winter. Die einen haben aus Sorge vor dem Matsch (den es nicht gab!) die ältesten Schuhe mitgenommen, diejenigen, die wegen des hohen Alters gar kein Profil mehr vorwiesen. (Schlechte Wahl!) Andere haben sich in weiser Voraussicht mit Trailrunning Schuhen ausgerüstet. Und noch andere machten das, was Läufer sowieso lieben: sich vor Ort noch einen neuen Laufschuh kaufen – es war nötig – schliesslich – was kann man auch dafür, wenn alles so eisig ist und man zu Hause unter den etlichen verschiedenen Laufschuhen, keine fand, die diesen Laufbedingungen entsprachen.
    Nach den eisigen Temperaturen der vergangenen Wochen, war es niemandem wirklich kalt. Ausserdem war es trocken, wenn also die Schneeschicht und das Eis auf der Strecke nicht gewesen wäre, dann hätten wir ideales Laufwetter gehabt, um in die Saison zu starten.

    PPR/Nick Soland
    PPR/Nick Soland

    Du jungen Männer waren zuerst dran, um 13:30 fiel der Startschuss. Eine halbe Stunde später kamen die Frauen und die älteren Semester der Herrengarde an den Start. Die Strecke führt zuerst hinauf in den Eschenberger Wald. Rutschig war’s, praktisch von Anfang an. Der eine oder andere entschloss sich für die sichere Variante und bewältigte die Teilstücke, die abwärts gingen, gehend oder einfach sehr langsam. Andere rutschten und schlitterten in akrobatischen Schlitterübungen hinunter. «Ob es schneller ist, wenn ich auf dem Hosenboden runterrutsche?» meinte jemand.
    Der verschneite Eschenberger Wald hatte jedoch etwas Märchenhaftes, fast hätte man glauben können, ein paar Elfen und Gandalf tauchten hinter den Bäumen auf. Sicher war aber, dass die Streckenposten an diesem Tag alles gaben. Sie feuerten die Läufer an, wie es selten zu hören ist. Sehr motivierend! Nach einem letzten Aufstieg ging es in einer Rutschpartie wieder hinunter und der letzte Kilometer war Schnee frei, da konnte man noch richtig Gas geben. Einzig die Schlusskurve kurz vor dem Ziel brachte wohl jeden ein letztes Mal ins Schleudern. Immerhin hatte es sich dort gelohnt, die alten Schuhe einzupacken.
    Nach einer Dusche traf man sich noch in der Turnhalle des Schulhauses Steinacker für ein Stück Kuchen oder ein Bier oder sonst etwas Gutem. Als Schlusspreis gab es dieses Jahr ein Pack Dinkelotto. Interessant, irgendwie. Einige betrachten die Körnchen Mischung mit Skepsis. «Sieht trocken aus!» hiess es. (Es ist nicht trocken, sondern genau richtig nach einen Lauftag im Winter. Wir haben noch ein Pack, falls es jemand aus Versehen ins Vogelhäuschen gestreut hat.)

    Schnell waren sie wieder, die Mitglieder vom LSV. Wieder gab es einige Podestplätze:
    Nicole Lohri belegt den 1. Platz in der Kategorie W 40 und den 4. Platz Overall. Beneidenswert, wie sie immer wieder abräumt! Christine Altdorfer wurde 2. In der Kategorie W50. Ausserdem belegte Vreni Neukom den 5. Platz in der Kategorie W50 und Heidi Scheuch wurde 5. In der Kategorie W60. Herzliche Gratulation den schnellen Läuferinnen. Alle sahen etwas müde aus auf dem Schlussfoto, aber auch zufrieden und glücklich. Ziel erreicht, wer sagts denn: Laufen macht glücklich!

     

  • Bericht vom Winter Lauf-cup Götighofen 2018

    Bericht vom Winter Lauf-cup Götighofen 2018

    Letzter Winter Lauf-cup noch ganz im Griff des Winters

    Der letzte Laufanlass des 29. Winter Lauf-cup fand in Götighofen statt. Und es war noch Winter – und wie! Minus 2 Grad zeigte das Thermometer an und die meisten Läuferinnen und Läufer verzogen sich bis kurz vor ihrem Start an die Wärme. Ein kurzes Einlaufen musste genügen. Nicht selten sah man ein Gruppen direkt aus der Turnhalle an den Start rennen, kein langes Warten vor der Startuhr, einfach nur loslaufen und das persönliche Öfeli zum Laufen bringen. Und dieses funktionierte auch wirklich gut. Die Biese war zu Beginn nicht einmal so schlimm, die Strecke führte einem geschützt durch den Wald oder man hatte den Wind im Rücken. Der Boden war steinhart gefroren, manchmal hatte es sogar noch etwas Eis. Alles sehr passend zum Winter Lauf-cup, einem Läufer macht das alles nichts aus, schliesslich haben wir uns darauf eingestellt und mit der Aussicht auf das feine Kuchen- und Teebuffet alles kein Problem. Dachte man auf jeden Fall bis auf die letzten fünf Kilometer des zwanzig Kilometer Laufes. Denn an dieser Stelle musste man plötzlich an einer exponierten Lage gegen die Biese laufen und diese war giftig! Über einen Kilometer musste man sich vorkämpfen, die Biese unerbittlich im Gesicht, so manch einem verging das Lachen ein wenig, sogar angefressene Läufer kamen etwas an die Grenzen. Immer wieder traf man auf jemanden, der die Hände schmerzverzerrt über die Ohren oder die Mund-Nasen Partie gehalten, um Atem ringend und schier am Verzweifeln. Dieses letzte Stück hat wohl allen den Rest gegeben. «Ausbatchen», den Transponder abgeben, schnell warmen Tee holen und ab an die Wärme.

    «Ich kann kaum mehr kauen, mein Gesicht ist eingefroren – und die Augäpfel!», «Das war jetzt aber wirklich noch sehr kalt und giftig!», «Ich brauche jetzt einen Spezialtee!» So tönte es in der Turnhalle an der Festwirtschaft. Und unten in der Umkleidekabine kamen Kandidatinnen und Kandidaten des langen Laufes ängstlich zur Dusche und fragten hoffnungsvoll: «Hat es noch warmes Wasser?» Wobei wohl auch ein kalter Sprutz direkt warm erschien nach dem eisig kalten Schlussspurt.

    Dennoch – schön war es gewesen der diesjährige Winter Lauf-cup. Gestartet hat es im November in Speicher, bei Regen. Zwischendurch konnten wir aber auch wunderschöne, sonnig-verschneite Wintertage geniessen zum Beispiel der Lauf in Bischofszell. Zwar freuen sich wohl alle auf den Frühling und etwas wärmere Tage mit Läufen ohne Mütze und Handschuhe, bei denen man auf dem Foto nicht so doof aussieht, aber irgendwie ist es auch schade, ist alles schon vorbei. Es war schön sich an den Samstagen oder Sonntagen an einem Lauf zu treffen. Die Anlässe haben vielen Läuferinnen und Läufern Anlass zum Laufen geboten, wo man ohne Lauf-cup wohl nicht so motiviert gewesen wäre. Es war immer so familiär und gemütlich. Ausserdem sind die Trainingszeiten während den Wintermonaten ja um 18:00 Uhr und es ist immer so dunkel, da sieht man sich kaum. Es ist deswegen schön, wenn man am Wochenende am Lauf-cup auf bekannte Gesichter des LSV stösst, nach einem Lauf noch einen Tee und ein Stück Kuchen zu geniessen und dabei über das Laufen zu fachsimpeln kann. Oft hiess es am Mittwoch: «Bis am Wochenende. Wann startest denn du?»

    Der eine oder andere hat vielleicht schon einmal die Startliste studiert und sich vorgenommen, den Kollegen oder die Kollegin endlich einmal einzuholen. «Bei dem langen Lauf werde ich deutlich vor dir im Ziel sein», hiess es bei den einen, was zu einem innerfamiliären Wettkampf führte und darin resultierte, dass der Vorsprung nicht so deutlich war, wenn auch hart verdient. Der Handicap Start weckte bei vielen Läuferinnen und Läufern diesen Kampfgeist und motivierte. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man auch einmal überholen und sich mit diesen Superschnellen messen kann. Und man kann sogar gewinnen, so wie Moni Frefel, die als schnellste Frau bei der Kurzstrecke in Götighofen abgeräumt hat! Es war aber auch einfach schön, während einem Lauf plötzlich ein bekanntes Gesicht mit LSV Jacke anzutreffen und ein Stück des Weges gemeinsam zu bestreiten. Man muss nicht unbedingt schnell sein und gewinnen, dieses Läufe kann man auch einfach geniessen und zusammen laufen. Vielen Dank den Organisatoren des Winter Lauf-cups für diesen tollen Anlass, der viele vom LSV Frauenfeld durch die Wintermonate begleitet hat.

    Wir haben nachgezählt und sind auf 19 Mitglieder des LSV gekommen, die an einem oder mehreren Läufen des Winter Lauf-cups teilgenommen haben. Dank des Handicap Starts ist eine Rangliste entstanden, die einmal etwas anders aussieht und vielleicht den einen oder anderen dazu motiviert, beim nächsten Winter Lauf-cup mitzumachen. Es lohnt sich, nicht nur wegen dem Tee und dem Kuchen, sondern vor allem auch als Motivationsspritze im Winter und der tollen Gemeinschaft vor und nach den Wettkämpfen. Mir hat es Spass gemacht, es hat mich motiviert, Kampfgeist geweckt und mich nach Götighofen sogar ein wenig gegen die Kälte abgehärtet. Fast freue ich mich auf den nächsten Winter! Wer hätte es diesem Gfrörli zugetraut, der immer schlotternd mit  einem Lätsch am Start stand, dass er am Winter Lauf-cup so weit oben auf der Rangliste steht. Das sagt ja schon einmal alles, oder?

    Gesamtrangliste aus Sicht des LSV

    • 50. Miriam Widmer 539 Punkte in 7 Läufen
    • 56. Christine Altdorfer 531 in 8 (53 gestrichen)
    • 62. Thomas Widmer 522 in 7
    • 68. Peter Bader 511 in 7
    • 163. Peter Bosshard 426 in 6
    • 164. Monika Frefel 424 in 6
    • 168. Peter Müller 423 in 6
    • 235. Vinzenzo Cataldo 370 in 5
    • 237. Claudia Steffen 368 in 5
    • 411. Dani Frischknecht 261 in 4
    • 445. Yvonne Hutter 235 in 4
    • 477. Philipp Zeller 216 in 3
    • 480. Peter Kuhn 215 in 3
    • 492. Christian Müller 207 in 3
    • 558. Jürg Schedler 173 3
    • 575. Erich Gentsch 162 in 3
    • 716. Christoph Lippuner 92 in 2
    • 840. Rolf Kessler 30 in 1
    • 840. Marco Wick 30 in 1

    Auf der Rangliste fehlen plötzlich die letzen Läufe diverser Mitglieder. Korrekturen – auch wenn ich jemanden ganz verpasst habe – bitte melden.

5. Huebener Frühlingslauf
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